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Vergleich von Verfahren der Chemieindustrie und der Pharmaindustrie

2016-12-15View Original

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Ich habe ursprünglich in einer Chemiefabrik in der Produktionsabteilung gearbeitet. Jetzt habe ich den Beruf gewechselt und arbeite nun im Bereich der Pharmaproduktion. Nach einem Monat Arbeit merkt man bereits Unterschiede: 1. Die Jahresproduktion in der Chemieindustrie beträgt in der Regel Zehntausende von Tonnen, während es in der Pharmaindustrie eher um Kilogramm geht – höchstens um einige Dutzend oder wenige hundert Stücke; 2. Bei verschiedenen chemischen Anlagen sind die wichtigsten Geräte Reaktoren und Turmgeräte. In der Pharmaindustrie kommen Turmgeräte nur selten zum Einsatz – lediglich zur Rückgewinnung von Lösungsmitteln. Hauptsächlich werden Reaktoren, Kristallisierungsanlagen sowie Trocknungsgeräte verwendet.
3. In Chemiefabriken hört man selten von der Fachrichtung Lüftung und Heizung – schließlich handelt es sich um Außenanlagen. Heutzutage ist Lüftung und Heizung jedoch eine wichtige Fachrichtung; sie sind äußerst wichtig. Ich kenne mich mit Lüftung und Heizung nicht aus.
4. Aufgrund der GMP-Vorgaben wurden weitere Räume für das Präzisionstrocknen hinzugefügt. Ich kenne nur den Namen dieser Räume, verstehe aber ihre Funktionen noch nicht. Ich bin erst seit kurzer Zeit in diesem Beruf und kenne daher noch nicht viele Dinge. Bitte erläutern Sie mir die Unterschiede zwischen den Verfahren in der Chemie- und Pharmaindustrie
Reply #22017-01-04
Schauen Sie sich die GMP-Richtlinien für Arzneimittel sowie Ausrüstung und Einrichtungen an
Reply #32017-01-21
Es gibt viele Unterschiede: 1. Für Arzneimittel gelten Anforderungen wie GMP und FDA – es sind saubere Produktionsstätten usw. erforderlich. 2. Es gibt auch viele verschiedene Bereiche im Bereich der Arzneimittelherstellung. Der Autor bezieht sich hauptsächlich auf den Bereich der Wirkstoffherstellung, der dem Chemiebereich ähnelt; die anderen Bereiche sind das nicht unbedingt. 3. Die geltenden Normen sowie die Verfahren unterscheiden sich. Beim Chemiebau beginnt man beispielsweise mit der Planung des Prozesspakets, beim Arzneimittelbau beginnt man in der Regel mit der URS-Planung. Natürlich gibt es noch viele weitere Aspekte – mit der Zeit wird man das verstehen
Reply #42017-02-05
Die ersten 8 Jahre habe ich in der Petrochemie gearbeitet, anfangs an Projekten für Arzneimittelpräparate und Wirkstoffe. Ich stimme den Ansichten des Threadbetreibers sowie denen vom 5. Stock voll und ganz zu. Noch ein Punkt: Bei pharmazeutischen Anlagen finden viele unterbrochene Prozesse statt, während in der Petrochemie überwiegend kontinuierliche Prozesse ablaufen. Auch dieser Designunterschied ist nicht gering.
Reply #52017-02-06
Dieser Beitrag wurde zuletzt von wxch99219 am 6.2.2017 um 07:53 bearbeitet. In der Chemieindustrie wird hauptsächlich in kontinuierlicher Produktion gearbeitet – dabei handelt es sich um große Mengen an Produkten. In der Pharmaindustrie hingegen wird hauptsächlich in diskontinuierlicher Produktion gearbeitet – dabei handelt es sich um kleinere Mengen an Produkten. Die Betriebsvorschriften unterscheiden sich daher. In der Chemieindustrie gelten Sicherheitsvorschriften sowie Verfahrensvorschriften. In der Pharmaindustrie gibt es neben diesen Vorschriften noch ein umfassendes System aus Richtlinien, Berichten, Überprüfungen und Aufzeichnungen sowie Anforderungen bezüglich der Integrität der Daten, basierend auf den GMP-Vorgaben.
Reply #62017-02-06
Ja, im Pharmasektor (Feinchemie) werden die meisten Prozessentwürfe von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung vorgeschlagen, während die Ingenieurabteilung den Prozessablauf entwirft. Bei Umbauten und Erweiterungen ist kein Entwurfsbüro nötig, bei Neubauvorhaben hingegen schon. In der Großchemie muss ein Planungsbüro zunächst Pläne erstellen, bevor mit dem Bau begonnen werden kann!
Reply #72017-02-07
Erlernen*: Handshake
Reply #82017-03-13
Wirkstoffe – sie gehören zur Feinchemie; es gelten zusätzliche GMP-Anforderungen sowie Vorgaben bezüglich der Trocknung. Die Anforderungen an die Hygiene sind hoch, genauso wie die Anforderungen an die Arbeitsplatzhygiene.
Reply #92022-11-25
Die Herstellung von Wirkstoffen gehört zu einer der sechs Sparten der Pharmaindustrie und fällt in den Bereich der Feinchemie. Sie unterscheidet sich stark von der Petrochemie sowie anderen großen Chemieindustrien. Die Herstellung von Wirkstoffen weist einen hohen Mehrwert auf; die Temperatur sowie der Reaktionsdruck sind in der Regel niedrig. Es gibt jedoch viele verschiedene Arten von Rohstoffen, von denen die meisten reizend oder allergieauslösend wirken können...

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