Thread Content
Liebe Kollegen, ich führe gerade ein Elektrolyseexperiment durch. Als Anode dient eine mit Titan beschichtete Elektrode, als Kathode eine Titanplatte. Die Zusammensetzung der Elektrolytlösung besteht aus 0,2 mol/L Natriumsulfat sowie 200 mg/L Phenol. Die kontrollierte Spannung beträgt 3,6 V. In diesem Fall liegt die Stromstärke bei 0,16 A. Doch bereits nach zwei Minuten beginnt die Stromstärke abzunehmen. Innerhalb von weniger als einer halben Stunde sinkt die Stromstärke auf 0,04 A – zu diesem Zeitpunkt findet praktisch keine Elektrolyse mehr statt. Ich würde die anderen Meereshelden gerne fragen: Warum nimmt der Stromstärke bei konstantem Spannungswert ständig ab – und warum ist die Stromstärke überhaupt so gering (egal ob 0,04 A oder 0,16 A)? Meine Vermutung: Der Strom fließt immer weniger, weil der Widerstand ständig zunimmt. Doch die Zusammensetzung der Lösung sollte doch nicht so schnell ändern, oder? Außerdem ist die Stromstärke zu gering. Könnte das daran liegen, dass der Widerstand der Stromversorgung zu hoch ist? Ich verwende eine Stromversorgung vom Typ JC3005A-3 LABORATORY DC POWER SUPPLY. Außerdem: Wenn die Stromversorgung zu lange in Betrieb ist, kann dadurch der innere Widerstand zunehmen?
Wahrscheinlich entstehen im Lösungsmittel Kolloide, wodurch die Ionenleitfähigkeit abnimmt!
Wenn der innere Widerstand zunimmt, kann die Stromquelle zerstört werden. Erwärmt sich die Stromquelle dabei?
Der Anfangsstrom ist ziemlich hoch, fällt dann aber schnell ab – vermutlich wegen des Goldes!
Es handelt sich nicht um die Elektrolyse von Edelmetallen, sondern um die Oxidation von Phenol mittels elektrochemischer Methoden. Am Kathoden entsteht Wasserstoff, während am Anoden das Phenol oxidiert wird.
Darin ist Natriumsulfat sowie Spuren von Phenol – es sollte wohl keine Kolloide entstehen
Oh, die Stromquelle wird nicht heiß. Ich habe mit einem Multimeter den Widerstand der beiden Stromquellen gemessen. Bei einer betrug er 900 Ohm, bei der anderen 1800 Ohm. Sind diese Werte in Ordnung? Danke
Die positive Elektrode ist mit einer DSA-beschichteten Elektrode verbunden, die negative Elektrode mit einer Titanplatte – das kann nicht falsch sein
Einfach ausgedrückt: Der Stromfluss nimmt stark ab – das liegt sicherlich an Problemen mit der Leitfähigkeit der Lösung, also daran, dass weniger Ionen in der Lösung frei beweglich sind