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Welches der Stoffe – flüssiges Ammoniak, Ammoniaklösung oder Urea – ist korrosiv für Edelstahl? Und für welchen Fall sollte ein Membrandruckmesser verwendet werden und für welchen Fall ein herkömmliches Edelstahldruckmesser? Die großen Meister, teilt doch bitte eure Meinungen mit.
Ammoniak ist korrosiv für Edelstahl. Sollte man für Ammoniak einen Membrandruckmesser oder einen herkömmlichen Edelstahl-Druckmesser verwenden?
Die Korrosion durch Ammoniak hängt hauptsächlich von der Temperatur ab. In der Regel eignet sich Edelstahl dafür. Wenn das Medium Feststoffpartikel enthält, sollte man eine Membran verwenden; ansonsten reicht ein gewöhnlicher Druckmesser aus Edelstahl vom Typ 316 L aus
Es gibt viele Arten von Edelstahl. Nehmen wir als Beispiel den am häufigsten verwendeten Typ 304L. Bei trockenem Ammoniak sowie in Ammoniaklösungen ist die Korrosionsrate von 304L bei Temperaturen unter 100 °C sehr gering – sie liegt unter 0,05 mm/Jahr. Die entsprechenden Daten finden sich im „Handbuch zu Korrosionsdaten und Materialauswahl“, herausgegeben von Zuo Jingyi, Verlag für Chemische Industrie, Peking. Oder man fragt einfach den Uhrenhersteller. Vor ein paar Tagen habe ich Informationen von einem amerikanischen Hersteller erhalten – es gibt jetzt wieder neue Uhren aus besonders korrosionsbeständigen Legierungen, Uhren mit Schutzschichten aus Polyfluortetraethylen gegen Verschmutzung sowie Uhren mit komplexen Sicherheitsmechanismen zur Entspülung. Das ist wirklich beeindruckend