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Im Rahmen der HAZOP-Analyse wird in der Regel nicht davon ausgegangen, dass die Anlage stillgelegt wird. Was sind jedoch die Folgen, wenn der Steuerungsluftdruck zu niedrig ist?
Wie ein Anzeigedruckausfall abläuft, hängt von der jeweiligen Anlage ab; eine genaue Analyse ist erforderlich.
Bei einem Ausfall des Antriebsluftstroms kann der Luftvorrat im Behälter eine Weile ausreichen. Bei kleinen Anlagen kann die Steuerventilung über eine Nebenleitung gesteuert werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Bei den meisten Anlagen ist jedoch Zeit erforderlich, um eine vollständige Stabilisierung zu erreichen – daher kommt es in einigen Einheiten zu wiederholten Zyklen und teilweiser Entlastung. In der Regel ist jedoch kein Stillstand notwendig; eine Anpassung vor Ort reicht aus, um Stabilität herzustellen. Für die Abschaltung des Anlagendrucks ist ein detaillierter Plan erforderlich, in dem die einzelnen Schritte zur Steuerung des Drucks aufgelistet werden müssen, um die Reihenfolge der Regulierung jeder Einheit festzulegen. Die Möglichkeit eines Ausfalls des Antriebsluftsystems ist sehr gering, es sei denn, es kommt zu einem Stromausfall in der gesamten Anlage. Im Normalfall sollte stets ein funktionierender Ersatzbehälter für die Antriebsluft vorhanden sein.
Das unumstößliche Gesetz des HAZOP ist zugleich das größte Problem in der Branche. Bei der Beurteilung der Folgen darf man auf keinen Fall irgendwelche Schutzmaßnahmen berücksichtigen, sonst erhält man nicht das wirklich schlimmste Ergebnis.