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Angewandte Prozessweise zur Ammoniakentnahme über Seitenleitungen: Ziel ist es, die Betriebskosten für Dampf zu senken. Erste Idee: Die durch die Seitenleitungen gewonnene Ammoniakkonzentratflüssigkeit wird getrennt behandelt und in verschiedenen Stufen aufbereitet. Der Dampf, der über die Seitenleitung abgeleitet wird, macht etwa 50 % der Streckungslast des Streckerturms aus und entspricht 50–60 % der gesamten Wärmezufuhr. Mit zunehmendem Abführverhältnis verbessert sich die Qualität des Wassers am Turmboden deutlich. Gleichzeitig steigen der Dampfverbrauch sowie die Menge an Kondensat, das über die Seitenleitung entsteht. Auch die Menge an Ammoniak, das im Kreislaufsystem entsteht, nimmt zu. Wenn das Abführverhältnis einen bestimmten Wert überschreitet, führt die hohe Menge an Ammoniak dazu, dass der Ammoniakspiegel im Turm ansteigt. Trotz der hohen Streckungskraft im Turm verschlechtert sich dadurch die Reinheit des Wassers, und der Dampfverbrauch steigt ebenfalls erheblich an. Wie man sowohl die Wasserqualität am Fuß des Turms gewährleisten als auch den Dampfverbrauch senken kann, ist derzeit eine Herausforderung. Bitte diskutiert das mal unter den Meereshelden!
Qualität und Energieverbrauch stehen immer im Widerspruch zueinander: Je mehr H2S sowie Ammoniak aus dem Wasser entfernt wird, desto höher ist der Energieverbrauch; Man kann nicht gleichzeitig Fisch und Bärenpranke haben. In der Regel geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen zwei Aspekten zu finden. Um den Energieverbrauch zu senken, wird empfohlen, sich auf eine verbesserte Wärmeübertragung im Siedekessel sowie auf effizientere Treiberscheiben zu konzentrieren. Das Entnehmen von Ammoniak über Seitengänge verringert den Energieverbrauch nicht. Ziel der Abwasseraufstriegelung ist es, H2S und NH3 voneinander zu trennen. Die Entnahme von Ammoniak über eine Nebenleitung entspricht einer zweiten Trennung; sie verursacht keinen geringeren Energieverbrauch als die erste Trennung.
Es wäre schön, wenn es detaillierte Diskussionsmaterialien gäbe