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Unternehmen müssen vorsichtig sein gegenüber der Gewöhnung an mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen

2016-07-19View Original

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Man hört oft von den Mitarbeitern, die für die Sicherheit in Unternehmen zuständig sind, dass die ständige Anspannung bezüglich der Sicherheit manchmal nachlässt. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass das Motto „Sicherheit first“ zwar ständig wiederholt wird, aber in der Praxis nicht umgesetzt wird. Tatsächlich wenden viele Unternehmen derzeit im Hinblick auf die verschiedenen Werkstätten und Arbeitsgruppen ein Leistungsvergütungssystem an, bei dem Belohnungen und Strafen anhand der Produktionsmenge festgelegt werden. Zudem werden Auszeichnungen für die Besten vergeben. Die Leiter der wichtigsten Abteilungen des Unternehmens geben sogar Versprechen ab, dafür zu sorgen, dass Projekte termingerecht fertiggestellt werden oder dass zeitliche Produktionsziele erreicht werden – und sie legen sich dabei Belohnungen sowie Strafen fest.    Tatsächlich: In allen Systemen, in denen die Produktion an erster Stelle steht, haben die Manager doch keine Zeit für solche Details der Sicherheitsverwaltung Viele Unfälle sind im Nachhinein meistens an diesem ‚Ersten‘ schuld! Es geht nicht um das Prinzip „Sicherheit first“ in der Unternehmensführung, sondern vielmehr um das Handeln der einzelnen Abteilungen – Produktion first, Marketing first, Marktfirst, Cashflowfirst usw. Der Slogan „Sicherheit first“ ist in Unternehmen überall zu sehen. Nachdem dieser Slogan so oft wiederholt wird, gewöhnt man sich daran. In vielen Unternehmen, die Unfälle mit Todesfolgen hatten – egal ob große oder kleine Unternehmen – wurde der Sicherheitsaspekt nicht ernst genug genommen. Jeder Unfall zeigt mindestens zwei Probleme auf.   Erstens haben die Frontarbeiter kein Mitspracherecht bei der Sicherheitsverwaltung. Nur die Frontarbeiter können die Gefahren von Unfällen am besten erkennen, daher sind sie diejenigen, die am empfindlichsten auf Sicherheitsaspekte reagieren. Aber wenn die Vorgesetzten es nicht ernst nehmen, dann ist es egal, wie sie berichten – es lässt sich nichts tun. Dieses Management-System mit umgekehrten Befugnissen und Risikotoleranz führt dazu, dass die Arbeiter keine grundlegende Fähigkeit zur Selbstschutz haben.   Zweitens ist das Niveau der wissenschaftlichen Gestaltung der Sicherheitsverwaltung zu niedrig. “Es gibt viele potenzielle Gefahren in den Unternehmen. Wenn diese nicht rechtzeitig beseitigt werden, gewöhnt man sich mit der Zeit daran. Im Grunde handelt es sich dabei um ein Problem der Gedankenlosigkeit. Gibt es jedoch ein System, das die Wahrscheinlichkeit von Unfällen verringern kann? In einer Zeit, in der die Wissenschaft so weit entwickelt ist, sollte das natürlich möglich sein. Es ist jedoch wichtig, dass alle Unternehmensleiter den Grundsatz „Sicherheit first“ fest im Kopf haben und potenzielle Gefahren rechtzeitig beseitigen. Sie dürfen nicht nachlässig sein, darf es keine Trägheit oder Unachtsamkeit geben. Die Erfahrung zeigt, dass Unfälle nichts mit dem System oder der Größe des Unternehmens zu tun haben – sie hängen vielmehr von der Führungskompetenz und der Denkweise ab.   Kurz gesagt, müssen Unternehmen wachsam gegenüber alltäglichen Phänomenen sein. Die Sicherheitsverwaltung muss stets wachsam bleiben und sich gleichzeitig den Entwicklungen anpassen.
Reply #22016-07-19
“Der Slogan „Sicherheit first“ ist überall zu sehen, doch in Wirklichkeit stehen Produktion und Verkauf an erster Stelle. Sie sagen, dass man erst einmal die Überlebensfähigkeit des Unternehmens sichern muss – denn wenn das Unternehmen untergeht, ist alles umsonst…
Reply #32016-07-19
” Das Motto „Sicherheit first“ ist in fast jeder Fabrik, an jedem Gerät und auf jedem Bauplatz unerlässlich – und es wird an der auffälligsten Stelle angebracht. Doch wie viele halten sich tatsächlich daran?
Reply #42016-07-19
Sicherheit muss zur leeren Floskel werden, dann sind Unternehmen nur noch einen Unfall entfernt

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