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Ich arbeite an einem Projekt, bei dem die Restwärme aus zirkulierendem Wasser zur Beheizung genutzt werden soll. Dafür ist eine Wärmequelle mit hoher Temperatur erforderlich. Ich frage die Experten: Entsteht im Koksverarbeitungsprozess heißes Wasser bei 90 °C? Oder dieser Arbeitsbereich benötigt Wasser bei einer hohen Temperatur von 90 °C. Danke
Ach, man kennt nur die katalytischen Produktionsverfahren in der Petrochemie sowie die Anlagen für Polypropylen; Allerdings scheint dies weniger rentabel zu sein als die Nutzung der Abwärme aus Niedrigdruckdampf.
In beiden Fällen gibt es derzeit ORC-Kraftwerke zur Erzeugung von Energie bei niedrigen Temperaturen – etwa 150 °C. Die wirtschaftlichen Vorteile der jeweiligen Projekte sind jedoch nicht ganz klar. In meinem aktuellen Zustand ist es die Abwärme des Zirkulationswassers, die Temperatur liegt bei über 40 Grad; die Investitionen fließen hauptsächlich in die Ausrüstung.
In den Kokserei-Ablaufwässern liegt die Temperatur des Ammoniakdampfes, der in den Ammoniakdestillationskolonnen entsteht, bei über 90 °C. Diesen Dampf kann man zur Beheizung nutzen – doch man muss berücksichtigen, dass das Ammoniakabfallwasser eine gewisse Korrosivität aufweist. Aufgrund des geringen Ammoniakgehalts ist diese Korrosivität jedoch sehr gering.
Im Allgemeinen reichen 95 °C heißes Wasser bei einem Durchfluss von 200 Tonnen aus, um einen ORC-Antrieb zu betreiben – die Effizienz ist dabei auch in Ordnung. Es kommt hauptsächlich auf die Anforderungen des Kunden an.