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Bei der Herstellung von Flugkerosin muss eine bestimmte Menge an Antistatika zugesetzt werden. Die Hauptfunktion der Antistatika besteht darin, die Leitfähigkeit zu erhöhen. Meine Frage ist: Warum erreicht die Leitfähigkeit in einem zum Lagern von Materialien verwendeten Tank so schnell einen stabilen Wert? In Rohrleitungen ohne Konservierung nimmt die Leitfähigkeit stark ab – innerhalb von etwa 3 Tagen sinkt sie von 300 ps/m auf 50 ps/m. Nachdem die Rohrleitungen erneut mit Kerosin mit hoher Leitfähigkeit gespült wurden, sank die Leitfähigkeit wieder schnell. Logischerweise sollte bei Rohrleitungen ohne Konservierung, bei denen Kerosin direkt mit den Metallrohren in Berührung kommt, die Leitfähigkeit besser sein. Selbst wenn als Korrosionsschutzfarbe eine elektrostatisch leitfähige Farbe verwendet wird, kann sie doch nicht besser leiten als Metall, oder?
Durch das Nachschlagen habe ich es verstanden. Es liegt ein Fehler im Konzept vor – und zwar aus folgendem Grund: Das Prinzip der Antistatika beruht auf dem Gleichgewicht zwischen polaren Gruppen und dem elektrostatischen Feld. Die Anzahl der polaren Gruppen beeinflusst somit die Wirksamkeit der Antistatika. Da polare Gruppen eine starke Anziehungskraft auf die Metalloberfläche haben, nimmt die Wirkung der Antistatika in Metallrohren sehr schnell ab – dadurch sinkt auch die Leitfähigkeit. Im Gegensatz dazu haben Korrosionsschutzfarben nur eine geringe Anziehungskraft auf polare Gruppen, wodurch ihre Wirkung nur langsam nachlässt.