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Etwas zu den Herstellungsprozessen: Es kam auch zu einem Unfall, den ich gerne mit euch teilen möchte. Im Jahr 2013 wurde in der Fabrik eine neue Anlage errichtet. Dabei handelt es sich um ein System zur Erwärmung des Öls – dieses System beinhaltet außerdem einen Dampferzeuger. Der Dampferzeuger erzeugt Dampf, indem er das Wasser im Kessel mit dem Wärmeträgeröl erhitzt; dabei fungiert er wie ein Wärmetauscher. Im Inneren des Rohrsystems fließt die Wärmeleitöl, im äußeren System fließt Wasser – an der Oberseite des Wassers im äußeren System entsteht Dampf. Im System mit Wärmeleitöl muss jedes Rohr gründlich erhitzt werden; daher wird auch der Dampferzeuger erhitzt (weitere Komponenten sind die Unterhitzer an der Basis der verschiedenen Türme). Zwei Ölheizpumpen wurden in Betrieb genommen. In den Leitungen zum Dampferzeuger stieg die Temperatur an, auch in den Leitungen, die vom Dampferzeuger wegführten, stieg die Temperatur – allerdings etwas niedriger als am Eingang. Insgesamt haben wir drei Ölheizpumpen; zwei arbeiten, eine steht als Ersatz bereit. Um sicherzustellen, dass das Öl in allen Leitungen der drei Pumpen auf die richtige Temperatur gebracht wird, wurde zwischendurch die Pumpe ausgetauscht (Ablauf des Pumpentauschs: Die Ersatzpumpe wird eingeschaltet, eine der arbeitenden Pumpen wird abgeschaltet). Es scheint, als wäre das Öl bis zu einer Temperatur von über 200 °C erhitzt worden. Es war morgens, und ich war zur Zeit vor Ort. Plötzlich begann das Öl im oberen Behälter des Wärmetransfersystems auszuspritzen. Der obere Behälter war an der höchsten Stelle der Anlage angebracht – auf der dritten Plattform. Durch den Ausstoß des Öls fiel der größte Teil der Anlage nach unten. Die gesamte Anlage war mit Wärmeträgeröl gefüllt; dieses floss in die Entwässerungskanäle auf den jeweiligen Ebenen. In diesen Kanälen sammelte sich schnell viel Öl an. Da diese Kanäle eigentlich zur Regenwasserversorgung dienten, versuchten die Mitarbeiter der Anlage schnell, die Abflussöffnungen zu blockieren, damit das Öl in die Abwasserkanäle fließen konnte. Andere Mitarbeiter nahmen leere Behälter zum Transport des sauberen Wärmeträgeröls und wischten damit die von Öl betroffenen Geräte sowie den Boden der Anlage ab. Es dauerte mehrere Tage, bis die Situation wieder unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zum Glück hat das ausgetretene Wärmeträgeröl kein Feuer verursacht, es ging nur um einen Verlust an Wärmeträgeröl. Analyse nach dem Unfall: Zu dieser Zeit war es tagsüber – es wurde vorgeschlagen, die Wärmeträgerölpumpen auszutauschen. Das bedeutet, dass für eine kurze Zeit gleichzeitig drei Wärmeträgerölpumpen in Betrieb waren. Der Wärmeträgerölstrom im „Rohrsystem“ des Dampferzeugers hatte eine spiralförmige Struktur. Durch den Austausch der Pumpen floss das Wärmeträgeröl nun ungehindert durch dieses Rohrsystem. Der Grund dafür ist, dass je höher die Temperatur des Wärmeträgeröls ist, desto geringer ist seine Viskosität. Deshalb kam es zum Problem nicht bei niedrigen Temperaturen, sondern erst bei einer Temperatur von über 200 °C. Dadurch, dass das Wasser sowie die leichteren Bestandteile im Inneren des Dampferzeugers nicht vollständig verdampft werden, spritzen sie plötzlich in den oberen Öltank – wodurch eine große Menge an Wärmeleitöl mitgeschleudert wird. An der Ausgangsstelle des Dampferzeugers lag ebenfalls eine Temperatur vor (vermutlich über 100 Grad), die etwas niedriger war als die am Eingang. Man geht davon aus, dass im „Kesselbereich“ des Dampferzeugers Kesselwasser vorhanden ist, welches eine Kühlwirkung hat. Deshalb ist es normal, dass die Temperatur am Ausgang niedriger ist als am Eingang. Ich schreibe jetzt einfach so viel – ich weiß nicht, ob das klar ausgedrückt ist. Deshalb sollten auch diejenigen, die mit der Fertigung zu tun haben, sich besser mit den Maschinen vertraut machen. Wenn man die Maschinen im Voraus kennt, wird alles klar.
Wird bei einer Erhöhung der Temperatur nicht überprüft, ob ein solcher Hauptgeräteprozess funktioniert? Es ist sehr gefährlich, und es kann auch schlimme Verbrennungen verursachen.
Es wurde zwar ein Prüfverfahren durchgeführt – dieses funktionierte einwandfrei. Die Temperatur des Wärmeübertragungsöls war jedoch zu hoch, wodurch seine Viskosität sank. Hinzu kam noch der Wechsel der Pumpen (kurzzeitig liefen drei Pumpen gleichzeitig). Dadurch konnte das Wärmeübertragungsöl, dessen innere Struktur spiralförmig ist, ungehindert fließen – mit der Folge, dass Öl ausgetreten ist