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Chen Ya (Der Autor war früher leitender Ingenieur sowie stellvertretender technischer Leiter der Sechsten Ölfabrik in Jinzhou.)
Im Jahr 1964 übertrug das Ministerium für Öl die Aufgabe, die Industrie für synthetische Gummis zu entwickeln, der Sechsten Ölfabrik in Jinzhou. Die Mitarbeiter der Fabrik nahmen diese Aufgabe gerne an. Es gibt viele Arten von Kautschuk. Nach einer Analyse der damals inländisch verfügbaren Technologien sowie möglicher Rohstoffquellen entschieden wir uns dafür, zunächst einen universell einsetzbaren Kautschuk zu entwickeln – nämlich synthetischen Butadienkautschuk. Um Zeit zu gewinnen, werden die einzelnen Schritte wie Herstellung aus einem Stoff, Trennung und Reinigung sowie Polymerisierung gleichzeitig durchgeführt, wobei kleine und mittlere Tests parallel stattfinden. Um sicherzustellen, dass das Produkt für Reifen geeignet ist, haben wir beschlossen, von Polymerprüfungen zu Prüfungen mit Polyvinylbutyral-Gummi im Fahrbetrieb überzugehen.
Anfang 1965 erhielt unsere Fabrik die Information, dass Einrichtungen wie das Changchun Institute of Applied Chemistry der Chinesischen Akademie der Wissenschaften bereits Forschungen zur Polymerisierung von Butadien im Laborumfeld durchgeführt hatten. Die Leitung der Fabrik setzte umgehend technisches Personal ein, um gemeinsam an dieser Aufgabe zu arbeiten und die notwendigen Tests vorzubereiten. In den 1960er Jahren war die Herstellung von synthetischem Butadienkautschuk noch eine relativ neue Technologie. Die gezielte Polymerisation mit Ziegler-Natta-Katalysatoren war im Ausland erst in den 1950er Jahren entwickelt worden – für unsere Raffinerie, die auf die Verarbeitung von Kohle spezialisiert ist, handelte es sich dabei um etwas völlig Neues. Ein Verständnis der Synthese fortschrittlicher Katalysatoren wie Alkylaluminium sowie der Polymerisierungsverfahren erfordert einen Lernprozess; die Beherrschung der entsprechenden Verfahren war zu jener Zeit recht schwierig. Die Eigenschaft dieses Katalysators besteht darin, dass er bei Kontakt mit Luft in Brand gerät und bei Kontakt mit Wasser explodiert – was eine Sicherheitsbedrohung darstellt. Zudem ist die Genauigkeit der Zusammensetzung sehr hoch; daher sind präzise Analyse- und Messverfahren erforderlich. Mit der aktiven Zusammenarbeit und Unterstützung des Changchun Institute of Chemical Physics haben unsere Mitarbeiter hart gearbeitet, um so schnell wie möglich Anlagen für Polymerisationsversuche in kleinen Behältern sowie zur Herstellung von Katalysatoren einzurichten. Zudem wurde beschlossen, dass das Beijing Design Institute ein Design erstellt, damit im ersten Halbjahr des Jahres 1965 eine Anlage zur Polymerisation mit einem Fassungsvermögen von 250 Litern errichtet werden kann. Dadurch sollen die Prozessbedingungen geändert werden und es soll möglich sein, Rohgummi für die Herstellung von Probentirenen zu gewinnen. Gemäß den Anforderungen erhielt unsere Fabrik im Juli 1965 50 Kilogramm des Gummimaterials. Von der Planung über den Bau und den Betrieb bis hin zur Vorbereitung aller technischen Aspekte wurde schrittweise an der Herstellung von Kobaltkatalysatoren gearbeitet, um so eine Charge an Kobalgummi zu erzeugen. Anschließend wurden mit Nickelkatalysatoren Nickelgummi hergestellt. Seitdem wird dieses Produkt als reguläres Produkt weiterhin produziert.
Der erste Butadienkautschuk seit der Gründung des neuen Chinas