Thread Content
Heute wollen wir gemeinsam die Verordnung Nr. 69 der Generalverwaltung für Arbeitssicherheit mit den „Fünf Vorschriften für sicheres Arbeiten in begrenzten Räumen“ sowie die Verordnung Nr. 84 mit den „Zehn Vorschriften zum Schutz vor Bränden und Explosionen in Öl- und Gaslagern“ noch einmal durchgehen. Jede dieser Vorschriften ist das Ergebnis blutiger Lektionen – sie stellen eine Lebenslinie dar, eine Grenze, die nicht überschritten werden darf. Um den Inhalt und die Anforderungen jeder Bestimmung gründlich zu verstehen, wird nun jede Bestimmung einzeln erläutert: Verordnung Nr. 69 der Generalverwaltung für Arbeitssicherheit – „Fünf Vorschriften für sicheres Arbeiten in begrenzten Räumen“. 1 Es muss ein strenges System zur Genehmigung von Arbeiten eingeführt werden; es ist strengstens verboten, ohne Genehmigung in begrenzte Räume einzudringen, um dort zu arbeiten. Großer Vergiftungsunfall in Yunnan am 14.1.: Typischer Unfallverlauf: Am 14. Januar um 21:20 Uhr beauftragte der stellvertretende Leiter der Verarbeitungswerkstätten der Yunnan Honghe Jinkē-Zuckerindustrie GmbH fünf Arbeiter damit, die Sirupbehälter Nummer 7 und 8 im fünften Stock zu reinigen. Um 21:46 Uhr betrat ein Arbeiter den Sirupbehälter Nr. 7. Als er sich zum Arbeiten bückte, brach er zusammen. Die Anwesenden riefen per Funk um Hilfe. Anschließend versuchten 11 Arbeiter in der Nähe, ihm zu helfen. Letztendlich starben 4 Personen, 2 erlitten eine mittelschwere Vergiftung und 6 eine leichte Vergiftung. Analyse der Lehren: Beim Durchführen von Arbeiten in eng begrenzten Räumen hat das Unternehmen das Genehmigungsverfahren für solche Arbeiten nicht eingehalten, keine vorherige Risikoanalyse durchgeführt und keine gezielten Präventionsmaßnahmen ergriffen. Dies führte zum Unfall; das unüberlegte Eingreifen bei der Rettung vergrößerte die Zahl der Verletzten und Toten. Grundlagen der sicheren Arbeit: Unternehmen müssen für Arbeiten in eingeschränkten Räumen ein Genehmigungsverfahren einführen und die Bedingungen für solche Arbeiten einzeln hinsichtlich der Sicherheit überprüfen. Bevor ein Unternehmen Arbeiten in begrenzten Räumen durchführt, muss es Risiken identifizieren, die vorhandenen gefährlichen Faktoren analysieren, Maßnahmen zur Beseitigung oder Kontrolle dieser Gefahren festlegen sowie einen Plan für die Arbeiten in begrenzten Räumen erstellen. Dieser Plan muss anschließend von dem Leiter des Unternehmens genehmigt werden. Bei Arbeiten in begrenzten Räumen muss strikt das Prinzip „Zuerst Belüftung, dann Messung, anschließend Arbeit“ eingehalten werden. Arbeiten in begrenzten Räumen gelten als arbeitsbedingte Hochrisikotätigkeiten. Unternehmen müssen gemäß den geltenden Vorschriften die notwendige Ausrüstung für Messungen, Belüftung und Schutz bereitstellen sowie Sicherheitswarnzeichen in diesen Räumen anbringen, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten. 2 Es muss unbedingt „zuerst lüften, dann prüfen und erst danach arbeiten“ – es ist streng verboten, ohne ausreichende Belüftung und Prüfung zu arbeiten. Typischer Unfall im Zusammenhang mit Vergiftungen in Jiangsu: Am 19. Oktober gegen 14:40 Uhr ereignete sich in der Methanolfabrik der SuoPu-Gruppe in Zhenjiang, Provinz Jiangsu, ein Kohlenmonoxidvergiftungsunfall. Während Arbeiter im Vakuum-Kühl- und Trenntank des Gasisierungsbereichs Reinigungsarbeiten durchführten, kamen drei Arbeiter ums Leben. Analyse der Lektion: Die betreffende Anlage war nicht vollständig und wirksam abgeschottet; das Einatmen giftiger Gase wie Kohlenmonoxid führte zum Tod von 3 Personen durch Vergiftung. Grundlagen der Arbeitssicherheit: Kohlenmonoxid ist ein giftiges Gas. Eine kurzfristige Exposition gegenüber hohen Konzentrationen kann zum Tod führen. Zudem ist es in Verbindung mit Luft leicht entzündlich; der Explosionsbereich liegt bei 12,5 % bis 74,2 %. Bevor man in begrenzte Räume von Chemieanlagen eindringt, müssen diese vollständig abgeschlossen und gründlich gereinigt sowie entlüftet werden. Es muss nicht nur der Sauerstoffgehalt im Raum gemessen werden, sondern auch der Gehalt an giftigen und schädlichen Gasen sowie an brennbaren Gasen muss quantitativ analysiert werden. Erst nach Bestätigung der Einhaltung dieser Voraussetzungen darf mit den Arbeiten begonnen werden. 3 Es muss persönliche Schutzausrüstung gegen Vergiftung und Erstickung vorhanden sein, sowie Sicherheitswarnschilder angebracht werden. Arbeiten ohne entsprechende Schutzmaßnahmen sind streng verboten. Typischer Fall des Erstickungsunfalls vom 14. Oktober in Hubei: Am 14. Oktober gegen 16:50 Uhr ereignete sich in der Firma „Lantian United Gas Co., Ltd.“ im Kreis Xishui, Stadt Huanggang, Provinz Hubei, ein Unfall durch Stickstofferstickung, bei dem 3 Menschen ums Leben kamen. Analyse der Lehren: Die Anlagenkonstruktion ist unzweckmäßig; das Überdruckstickstoffablassrohr führt in eine Grube, was ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt. Aufgrund mangelnder Regelungen für den Umgang mit eingeschränkten Räumen erstickte ein Reparaturarbeiter, als er das Deckel des Grabens öffnete, um Wasser zu holen. Fehlerhafte Notfallmaßnahmen vor Ort sowie unüberlegtes Rettungshandeln führten dazu, dass der Unfall eskalierte. Grundlagen der sicheren Arbeit: Wenn Menschen hohe Konzentrationen an Stickstoff einatmen, kann es zu Sauerstoffmangel und Erstickung kommen. Dadurch wird man schnell bewusstlos – und stirbt schließlich aufgrund des Stillstands von Atmung und Herzschlag. Chemieunternehmen (Unternehmen mit gefährlichen Chemikalien) dürfen unter keinen Umständen Arbeiten wie Schweißen, das Betreten von engen Räumen, Arbeiten in der Höhe, Heben und Transportieren, vorübergehende Stromversorgung, Erdarbeiten, Inspektionen und Wartungsarbeiten sowie das Entfernen oder Einsetzen von Blindflanschen ohne Genehmigung durchführen. 4 Die Mitarbeiter müssen in Sicherheitsfragen geschult werden; es ist streng verboten, Personen ohne ausreichende Ausbildung zum Arbeiten einzusetzen. Schwerer Vergiftungsunfall in Hainan am 18. März – Typischer Unfallverlauf: Am 18. März organisierte das Unternehmen Weilin Rubber in Danzhou, Provinz Hainan, die Reinigung eines Abwasserbeckens für Gummiproduktionsabfälle. Während der Arbeiten in dem Becken brach plötzlich ein Mitarbeiter zusammen. Zwei weitere Mitarbeiter sowie der Werksleiter, der aufgrund der Nachricht herbeieilte, stiegen anschließend ins Becken, um zu helfen. Letztendlich vergifteten sich alle drei Personen und starben. Analyse der Lektion: Die Firma hatte eine falsche Vorstellung von eng begrenzten Räumen; sie ging davon aus, dass offene Becken keine eng begrenzten Räume seien und daher nicht zu einer Vergiftung von Personen führen könnten. Das Unternehmen hat seine Mitarbeiter nicht in Bezug auf die Sicherheit bei Arbeiten in begrenzten Räumen geschult. Die Mitarbeiter haben kein Bewusstsein für die Sicherheitsrisiken bei solchen Arbeiten, kennen die Gefahr von Vergiftungen und Erstickungen in begrenzten Räumen nicht und betreten diese Räume ohne jegliche Maßnahmen zur Belüftung, Überwachung oder Schutz. Grundlagen der sicheren Arbeit: Als eingeschränkte Räume bezeichnet man Räume, die geschlossen oder teilweise geschlossen sind und in denen die natürliche Belüftung unzureichend ist. In solchen Räumen können leicht giftige, schädliche sowie brennbare und explosionsgefährdete Gase anreichern. Dadurch können Vergiftungen, Brände oder Explosionen auftreten. Zudem kann aufgrund eines zu geringen Sauerstoffgehalts Erstickungsgefahr entstehen. Bei Arbeiten in engen Räumen wie Abwasserbecken, Klärgruben, Gärbehältern, Einlegebehältern, Kanalschächten und Abflussgräben kann das im Becken/Schacht/Graben angesammelte oder durch die Arbeiten ausgetretene giftige Schwefelwasserstoffgas zu Vergiftungsunfällen führen – im schlimmsten Fall sogar zum Tod innerhalb weniger Sekunden. Mitarbeiter eines Unternehmens müssen vor der Ausführung von Arbeiten in eingeschränkten Räumen eine spezielle Ausbildung erhalten, um die Anforderungen an sicheres Arbeiten in solchen Räumen zu kennen. Ohne Ausbildung und ohne wirksame Schutzmaßnahmen haben Mitarbeiter das Recht, Arbeiten in eingeschränkten Räumen abzulehnen. 5 Es müssen Notfallmaßnahmen ergriffen werden, vor Ort muss Notausrüstung vorhanden sein; es ist strengstens verboten, blindlings Rettungsmaßnahmen durchzuführen. Vergiftungsunfall in Hunan am 28. August – Ein typischer Unfall: Am Morgen des 28. August gegen 11 Uhr musste das Unternehmen Anxiang Zhongxin Paper Industry Co., Ltd. in der Stadt Changde in der Provinz Hunan während der heißen Jahreszeit die Produktion vorübergehend einstellen, um sie wieder aufzunehmen. Währenddessen wurde ein Arbeiter beim Aufräumen von Abfällen im Pappbehälter vergiftet und fiel dort bewusstlos hin. Der Unternehmensleiter sowie weitere 7 Arbeiter eilten ihm zu Hilfe – doch auch sie wurden vergiftet. Insgesamt kamen 7 Menschen ums Leben, 2 erlitten schwere Verletzungen. Analyse der Lektionen: Das Unternehmen hat seine Mitarbeiter nicht in Bezug auf die Sicherheitsvorschriften für Arbeiten in eingeschränkten Räumen sowie bezüglich der Notfallmaßnahmen geschult. Zudem wurden am Arbeitsort keine Notfallausrüstungen bereitgestellt. Im Falle eines Unfalls nahmen die Anwesenden keine Schutzmaßnahmen ein und betraten blindlings die eingeschränkten Räume, um zu retten – was zum Tod der Retter führte. Bei der überwiegenden Mehrheit der Unfälle in engen Räumen kommt es durch unbedachtes Rettungshandeln zu einer Zunahme der Opferzahl. Grundlagen der sicheren Arbeit: Sollte während der Arbeiten in eingeschränkten Räumen ein Unfall eintreten, müssen die Anwesenden umgehend die Polizei rufen. Es ist verboten, blindlings Rettungsmaßnahmen zu ergreifen. Rettungskräfte müssen sich selbst schützen und die notwendigen Atemschutzgeräte sowie Rettungsausrüstungen tragen. http://img.proxx.xmtbang.com/?url=http%3A%2F%2Fmmbiz.qpic.cn%2Fmmbiz%2FNYDicc9VyncsiapAxZGCjjvoCeKbTicNXTyrdN7ShgjtuybmwwxvdqtznZyB2icqJTQNoAkbDmmkUACIRwF4jHicBAA%2F640%3FUnternehmen sollten Notfallpläne für Unfälle in eingeschränkten Räumen erstellen und regelmäßig Übungen durchführen, um ihre Fähigkeit zur schnellen Reaktion zu verbessern. Dadurch kann verhindert werden, dass durch unüberlegte Rettungsversuche die Zahl der Opfer zunimmt. Verordnung der Generalverwaltung für Arbeitssicherheit Nr. 84: Zehn Vorschriften zur Brand- und Explosionsprävention in Tankanlagen für Öl und Gas. Es ist strengstens verboten, die Öl- und Gastanks bei übermäßiger Temperatur, Überdruck oder zu hohem Füllstand zu betreiben sowie den Lagerstoff willkürlich zu ändern. Dieser Artikel legt hauptsächlich die Anforderungen an die Nutzung und Verwaltung von Öl- und Gaslagern fest. Das Lagermedium in den Öl- und Gasbehältern, die Lagerungstemperatur, der Druck sowie der Füllstand müssen den Anforderungen des Entwurfsprozesses sowie den Prozesskontrollkriterien entsprechen. Wenn diese Werte außerhalb der zulässigen Grenzen liegen, können Sicherheitsrisiken wie Lecks, Brände oder Explosionen entstehen. Bei der Planung von Speichertanks wird dieser entsprechend einem bestimmten zu lagernden Medium entworfen. Bei der Planung werden nur die physikalischen und chemischen Eigenschaften dieses Mediums sowie die Anforderungen an den Transport berücksichtigt. Soll das Lagermedium geändert werden, muss geprüft werden, ob die ursprünglichen Planungsbedingungen des Tanks den Anforderungen dieses neuen Mediums entsprechen, um einen sicheren Betrieb des Tanks zu gewährleisten. Willkürliche Änderungen des Speichermediums oder der Verwendung des Speichertanks können Sicherheitsrisiken mit sich bringen und zu Unfällen führen. Typisches Unfallbeispiel: Am 31. März 1984 kam es in einer Ölraffinerie in der Stadt Baoding in der Provinz Hebei zu einer Explosion in einem Öltank. Dabei kamen 16 Menschen ums Leben und 6 wurden schwer verletzt. Die Hauptursache für den Unfall war das Führen von Schweröl in den Tank – obwohl dieser eigentlich zum Betrieb von Kesseln bestimmt war. Dadurch stieg die Temperatur des Öls an, wodurch sich große Mengen an Gas mit der Luft im Tank vermischten und so ein explosionsfähiges Gemisch entstand. Ein Funke löste schließlich die Explosion aus. 2 Es ist strengstens verboten, während der manuellen Entwässerung, des Umtanks oder des Be- und Entladevorgangs in den Öl- und Gaslagern, dass die Mitarbeiter den Ort verlassen. Dieser Artikel legt hauptsächlich die Anforderungen an die manuelle Entwässerung, den Umtopfprozess sowie die Steuerung der Lade- und Entladevorgänge in den Tanklagern fest. Manuelles Entwässern bedeutet, das im Boden des Öl- und Gasbehälters angesammelte Wasser durch wiederholtes Manuellöffnen der Entwässerungsventile abzulassen; Behälterumleitung bedeutet, die Materialien von einem Behälter in einen anderen umzuleiten; Be- und Entladen bedeutet, die Materialien aus dem Behälter in Fahrzeuge zu laden oder umgekehrt. Arbeiten wie Wasserschneiden, Behälteröffnen sowie Beladen und Entladen müssen streng nach den Sicherheitsstandards, Vorschriften und Regeln durchgeführt werden – und zwar unter der Anleitung und ständigen Aufsicht von Aufsichtspersonen vor Ort. Fehlt eine angemessene Überwachung, kann es leicht zu Öl- und Gaslecks kommen, was wiederum Unfälle verursacht. Typisches Unfallbeispiel: Am 22. Oktober 1988 kam es in dem Tankbereich Xiao Liangshan der Raffinerie der Shanghai Gaqiao Petrochemical Company zu einer Explosion und einem Brand von Flüssiggas. Dabei kamen 26 Menschen ums Leben, 15 weitere wurden verletzt. Der Hauptgrund für den Unfall war, dass die Bediener bei der Öffnung der Ventile der Flüssiggastanks zur Entleerung des Wassers nicht nach den vorgeschriebenen Verfahren vorgingen und keine Aufsicht vor Ort hatten. Dadurch gelangte das Flüssiggas zusammen mit dem Wasser nach draußen. Da keine rechtzeitigen Maßnahmen ergriffen wurden, kam es beim Kontakt mit offenem Feuer zur Explosion. Am 16. Juli 2015 kam es bei der Shandong Shida Technology Petrochemical Co., Ltd. zu einem Brand und Explosion eines Flüssiggasbehälters. Auch in diesem Fall verließen die Arbeiter die Einsatzstelle während der Entwässerungsarbeiten im Tankbereich; dadurch trat ein Flüssiggasleck auf, das nicht rechtzeitig behoben werden konnte. 3 Es ist strengstens untersagt, die Sicherheitsventil- und Absperrventile an in Betrieb befindlichen Öl- und Gasbehältern zu schließen sowie Blindflansche im Druckentlastungs- und Entlüftungssystem anzubringen. Dieser Absatz legt hauptsächlich die Sicherheitsanforderungen für den sicheren Betrieb von Sicherheitsventilen und Druckentlastungssystemen fest. Ein Sicherheitsventil-Abstellventil ist ein Abstellventil, das vor oder hinter dem Sicherheitsventil angebracht wird, um dessen Überprüfung oder Austausch zu erleichtern. Ein Druckentlastungssystem ist ein System, das in der Lage ist, den Druck in den Tanks schnell abzuleiten – meist handelt es sich dabei um ein Flammrohrsystem oder ein spezielles Entlastungssystem. Das Schließen des Sicherheitsventil-Absperrventils oder das Verwenden von Blindflanschen im Druckentlastungssystem verhindern eine Druckentlastung des Tanks bei Überdruck oder in Notfällen. Dadurch können infolge von Überdruck schwerwiegende Unfälle wie Explosionen oder Brände am Tank auftreten. Typischer Unfallfall: Am 16. Juli 2015 kam es bei der Shandong Shida Technology Petrochemical Co., Ltd. zu einem Brand und einer Explosion in einem Flüssiggas-Kugeltank. Dabei wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt, sieben Feuerwehrfahrzeuge beschädigt. Zudem erlitten einige Kugeltanks sowie umliegende Anlagen und Gebäude unterschiedlich starke Schäden. Die direkte Ursache des Unfalls war, dass während der Entleerung von Tank Nr. 6 nach vollständigem Ablassen des Wassers aus dem Tank Flüssiggas aus dem Ablaufrohr austrat und sich ausbreitete. In Berührung mit einer Zündquelle entzündete es sich, wodurch es zu einem Brand im Bereich der Flüssiggasbehälter kam ; Der Druckbehälter explodierte, weil das Sicherheitsventil geschlossen war und am Druckentlastungssystem Blindflansche angebracht wurden; dadurch verschlimmerten sich die Folgen des Unfalls. 4 Es ist strengstens untersagt, die Alarm- und Sicherheitssysteme für Temperatur, Druck, Flüssigkeitsstand sowie brennbare und giftige Gase im Öl- und Gasbehälterbereich außer Betrieb zu setzen. Diese Bestimmung legt die Anforderungen an das Management von Alarm- und Sicherheitssystemen für wichtige Parameter wie Temperatur, Druck, Flüssigkeitsstand sowie brennbare und giftige Gase im Bereich der Öl- und Gasbehälter fest. Öl- und Gaslagertanks müssen gemäß den Anforderungen von Standards und Vorschriften mit Füllstandsmessern, Temperaturmessern, Druckmessgeräten sowie Alarmgeräten für brennbare (giftige) Gase ausgestattet sein. Zudem müssen Maßnahmen zur Erkennung eines hohen Füllstands sowie zur automatischen Abschaltung der Zufuhr bei noch höherem Füllstand vorhanden sein. Die Alarmsignale sollen in die Kontrollräume der Bediener übertragen werden. Außerdem sollten akustische und visuelle Alarmsignale vorhanden sein, damit Abweichungen rechtzeitig erkannt und darauf reagiert werden kann. Daher muss sichergestellt werden, dass die Alarm- und Schaltsysteme in gutem Zustand sind und funktionsfähig sind. Typisches Unfallbeispiel: Am 11. Dezember 2005 kam es im Ölterminal Bunsfield in Großbritannien zu einem Brand und einer Explosion. Dabei wurden mehr als 20 große Öltanks zerstört, 43 Menschen wurden verletzt und es entstanden direkte wirtschaftliche Schäden in Höhe von 250 Millionen Pfund. Die Hauptursache für den Unfall war das Versagen des automatischen Messsystems der Tanks. Zudem waren einige der elektronischen Überwachungsgeräte sowie die damit verbundenen Alarmvorrichtungen nicht ordnungsgemäß in Betrieb. 5 Es ist strengstens untersagt, in dem Bereich der Öl- und Gasbehälter Arbeiten mit offenem Feuer durchzuführen oder in enge Räume einzutreten, ohne vorher eine Gasanalyse durchzuführen und eine Arbeitsgenehmigung zu erhalten. Dieser Artikel legt hauptsächlich die Anforderungen an die Verwaltung von Arbeiten mit offener Flamme sowie in eingeschränkten Räumen in Tankanlagen für Öl und Gas fest. Vor der Durchführung von Arbeiten mit offener Flamme muss die Konzentration brennbarer Gase in der Umgebung des Arbeitsortes in den Tankanlagen analysiert und überprüft werden. Bevor man in begrenzte Räume vordringt, muss außerdem die Konzentration brennbarer sowie giftiger Gase sowie des Sauerstoffs im Tank analysiert werden. Arbeiten mit offenem Feuer sowie Arbeiten in engen Räumen sind seit jeher Bereiche mit einer hohen Unfallgefahr. In Tankanlagen für Erdöl und Erdgas werden große Mengen an Stoffen gelagert; im Falle eines Unfalls sind die Folgen meist schwerwiegend. Daher ist eine strenge Genehmigungs- und Verwaltungspraxis erforderlich. Es müssen alle potenziellen Gefahren- und gesundheitsschädlichen Faktoren am Arbeitsort sowie während der Arbeiten identifiziert, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen festgelegt und umgesetzt werden. Die zuständigen Personen müssen gemäß ihren Befugnissen die Genehmigung unterzeichnen. Während der Arbeiten müssen Aufsichtspersonen vor Ort anwesend sein. Die konkreten Verwaltungsverfahren müssen den Anforderungen der „Sicherheitsvorschriften für besondere Arbeiten in Betrieben zur Herstellung von Chemikalien“ (GB30871) entsprechen. Typisches Unfallbeispiel: Am 2. Juni 2010 kam es im Tanklager für Triphenyl in der Dalian Petrochemical-Anlage von CNPC zu einer Explosion und einem Brand. Dabei kamen 4 Menschen ums Leben. Die direkte Ursache des Unfalls war, dass Arbeiter eines illegal beauftragten Unternehmens auf dem Dach eines Tanks im Tanklager ohne Genehmigung mit Schneidbrennern arbeiteten. Die Flammen setzten brennbare und explosive Gase wie Toluol in Brand. Dadurch entstand ein Rückstoß, der zur Explosion des Tanks führte. Am 27. Oktober 2004 kam es im Petrochemiewerk Daqing der China National Petroleum Corporation zu einer Explosion in einem Behälter für saures Wasser, bei der 7 Menschen ums Leben kamen. Die Hauptursache des Unfalls war das Austreten des explosiven Gasgemisches aus dem Behälter durch eine Rissstelle im Schweißnahtbereich; dieses Gemisch entzündete sich anschließend durch offenes Feuer oder herabfallende Schlacke bei Schweißarbeiten an den Rohrleitungen. 6 Es ist strengstens verboten, dass bei Betrieb von Tanks mit innenliegendem Schwimmdeckel dieses auf den Boden fällt. Dieser Artikel legt hauptsächlich die Anforderungen an den Füllstand in Tanks mit innenliegendem Schwimmkörper fest. Der Fall der Schwimmplatte auf den Boden bedeutet, dass die Schwimmplatte aufgrund eines zu niedrigen Flüssigkeitsspiegels im Tank auf den Stützbeinen landet. Im Normalbetrieb entsteht zwischen der Schwimmplatte und der Öloberfläche, nachdem diese auf dem Boden liegt, ein Gasraum. Wenn die Geschwindigkeit des Stoffflusses zu hoch ist, kann sich an den Anschlüssen der Rohrleitungen statische Elektrizität ansammeln, was wiederum zu Bränden und Explosionen führen kann. Typisches Unfallbeispiel: Am 29. August 2011 kam es in einem Dieseltank der Dalian Petrochemical Company von CNPC zu einer Explosion und einem Brand. Die Hauptursache für den Unfall war, dass durch die Zufuhr von Öl in den Tank die Flüssigkeitsebene zu niedrig wurde. Dadurch entstand zwischen der Schwimmplatte und der Oberfläche des Diesels ein Gasraum, wodurch Luft eindringen konnte ; Gleichzeitig führten Schwankungen im Betrieb der Anlagen stromaufwärts dazu, dass der Anteil an leichten Bestandteilen im Diesel, der in den Notfalltank gelangte, zunahm; dadurch bildete sich unter der Schwimmdecke ein explosives Gasgemisch ; Zusätzlich führt eine zu hohe Ölfließgeschwindigkeit dazu, dass große Mengen an statischer Elektrizität entstehen, die nicht rechtzeitig abgeleitet werden können. Dadurch kommt es zu Entladungen, die wiederum Explosionen und Brände auslösen. 7 Es ist strengstens verboten, Substanzen mit unbekannter Eigenschaft oder solche, die heftige Reaktionen auslösen können, direkt in Öl- und Gasbehälter oder in die mit diesen verbundenen Leitungen einzubringen. Diese Vorschrift legt die Anforderungen an die sichere Verwendung verschiedener Zusatzstoffe und Hilfsstoffe im Prozess der Verarbeitung und Mischung von Öl und Gas fest. Vor der Verwendung müssen die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Zusatzstoffe und Hilfsstoffe gekannt werden, außerdem muss eine Risikobewertung durchgeführt werden. Es sollten entsprechende Kontrollmaßnahmen sowie Notfallpläne erstellt werden. Während des Einsatzes müssen spezielle Systeme für die Zugabe dieser Stoffe verwendet werden, und die Betriebsvorschriften müssen strikt eingehalten werden. Typisches Unfallbeispiel: Am 16. Juli 2010 kam es in dem Tanklager der Dalian CNPC International Storage and Transportation Co., Ltd. zu einer Explosion und einem Brand in den Ölleitungen. Der Hauptgrund für den Unfall war, dass weiterhin Rohöl enthaltende Desulfurisierungsstoffe mit starken Oxidationsmitteln in die Ölleitungen eingeführt wurden, obwohl die Öltanker bereits mit dem Entladen aufgehört hatten. Dadurch kam es in den Ölleitungen zu heftigen Reaktionen, die zur Explosion und zum Brand führten. 8 Es ist strengstens verboten, in Bereichen mit Öl- und Gasbehältern nicht explosionssichere Beleuchtung, elektrische Anlagen, Werkzeuge sowie elektronische Geräte zu verwenden. Dieser Artikel legt hauptsächlich die Anforderungen an den Einsatz von explosionsgeschützten Geräten im Bereich der Öl- und Gasbehälter fest. Die in den Öl- und Gaslagern gelagerten Stoffe weisen in der Regel Eigenschaften wie Entzündbarkeit und Explosivität auf. Der Einsatz von nicht explosionssicheren Werkzeugen, elektrischen Geräten oder Kommunikationsausrüstungen in diesen Lagern stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und kann zu Unfällen führen. Typisches Unfallbeispiel: Am 29. Juni 2010 kam es in einem Rohöltank der PetroChina-Liaoyang-Petrochemieanlage zu einer Explosion. Dabei kamen 5 Menschen ums Leben und 5 wurden verletzt. Der Hauptgrund für den Unfall war, dass während der Reinigungsarbeiten die brennbaren Kohlenwasserstoffe im Tank die Explosionsgrenze erreichten. Durch die elektrischen Funken, die von herkömmlichen, nicht explosionsgeschützten Beleuchtungskörpern entstanden, kam es schließlich zur Explosion. 9 Es ist strengstens verboten, Personen ohne ausreichende Ausbildung sowie Auftragnehmer ohne die notwendigen Qualifikationen in den Bereich der Öl- und Gasbehälter zu lassen. Ohne Genehmigung dürfen weder Fahrzeuge noch Dritte in diesen Bereich eindringen. Dieser Artikel legt hauptsächlich die Anforderungen an die Ausbildung der Bediener sowie an die Verwaltung von Auftragnehmern und Dritten sowie von Kraftfahrzeugen fest. Die Bediener der Öl- und Gaslagerräume müssen ausgebildet sein und über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, um ihre Aufgaben auszuführen. Dass die für Arbeiten im Tankbereich eingesetzten Auftragnehmer über die entsprechenden Qualifikationen verfügen, ist eine Voraussetzung, um die Sicherheit der Arbeiten zu gewährleisten. Das ungehinderte Eindringen von Dritten sowie von Kraftfahrzeugen in den Tankbereich kann viele unkontrollierbare Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Typisches Unfallbeispiel: Am 21. Oktober 1993 kam es in der Raffinerie der Sinopec Jinling Petrochemical zu einer Explosion in einem Öltank. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Die Hauptursache für den Unfall war, dass die Bediener die vorgeschriebenen Vorgehensweisen missachteten, wodurch Benzin auslief. Dadurch entstand eine explosionsfähige Gasmischung. Als dann Funken aus dem Auspuff eines von einem Auftragnehmer gefahrenen Traktors auf diese Gasmischung trafen, brach ein Brand aus. 10 Es ist strengstens verboten, dass Ausrüstungen und Anlagen in den Öl- und Gaslagern in einem defekten Zustand oder unter mangelhaften Bedingungen betrieben werden. Dieser Artikel legt hauptsächlich die Anforderungen an die Verwaltung der Ausrüstung und Einrichtungen in Tankanlagen für Öl und Gas fest. Die Tanks in den Öl- und Gaslagern, die Rohrleitungsteile, die Sicherheitseinrichtungen sowie die Geräte zur Blitz- und Statischschutzmaßnahme, die Brandbekämpfungsausrüstung und weitere Anlagen müssen regelmäßig gewartet werden, damit sie einwandfrei funktionieren können. Typisches Unfallbeispiel: Am 7. Januar 2010 kam es in dem Tank für Tetra-Carbon bei der Lanzhou Petrochemical Company von CNPC zu einer Explosion und einem Brand. Dabei kamen 6 Menschen ums Leben und 6 wurden verletzt. Die Hauptursache für den Unfall war das Versagen der Biegungen in den Auslassleitungen des Tanks für Tetra-Carbon – dadurch kam es zu einem Leck. Das ausgetretene Tetra-Carbon erreichte die Explosionsgrenze; bei Berührung mit einer Entzündungsquelle kam es zu einer Explosion. Dadurch brachen auch die Tanks in der Umgebung aus, es kam zu Bränden und weiteren Explosionen.