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Bei der Herstellung und Lagerung von konzentrierter Schwefelsäure wird unweigerlich Stahl aus Kohlenstoffstahl verwendet. Wenn konzentrierte Schwefelsäure mit Wasser in Kontakt kommt und dadurch verdünnt wird, reagiert sie mit dem Kohlenstoffstahl sowie den Rohrleitungen und es entsteht Wasserstoff. In China sind bereits Unfälle passiert, bei denen Behälter für konzentrierte Schwefelsäure während Wartungsarbeiten explodierten. Muss man daher an Orten, an denen konzentrierte Schwefelsäure hergestellt oder gelagert wird, Gebiete festlegen, in denen ein Wasserstoffexplosion möglich ist, und müssen dort Alarmgeräte für Wasserstoff installiert werden?
Das sollte wohl nicht nötig sein. Bei den Sicherheitsvorrichtungen müssen Aspekte wie Schutz vor Regen und Leckagen berücksichtigt werden. Die Gefährlichkeit allgemeiner Stoffe sowie die Einrichtung von Sicherheitsmaßnahmen werden anhand der inhärenten Gefährlichkeit des Stoffes und seiner Gefahrenklassifizierung bestimmt. Nur zur Referenz.
Für die normale Produktion ist es nicht notwendig. Bei Arbeiten mit offener Flamme müssen Sicherheitsmaßnahmen wie die Ersetzung der Luft durch Stickstoff berücksichtigt werden.
Über Produktions- und Lagerstätten muss man sich keine Gedanken machen; wenn man das berücksichtigen würde, gäbe es keine Möglichkeit, damit umzugehen. (Die Reaktionsprodukte können sich nach der Reaktion mit verschiedenen Metallen unterscheiden.) Natürlich wird niemand dagegen sein, wenn du das tust
Es gibt nun Vorschriften, dass an den Lüftungsventilen der Behälter zur Aufbewahrung von konzentrierter Schwefelsäure Atemventile installiert werden müssen – der Grund dafür ist die Entstehung von Wasserstoffgas. Außerdem ist vorgeschrieben, dass Unternehmen vor Durchführung von Arbeiten an Geräten oder Rohrleitungen, mit denen Schwefelsäure in Berührung kommt, eine Analyse auf brennbare Gase durchführen müssen. Gemäß den Vorgaben von AQ 3022 müssen die entsprechenden Formalitäten erledigt werden, bevor mit den Arbeiten begonnen werden darf.
Bei normaler Bedienung ist es nicht notwendig, auf die Gefahren durch Wasserstoff Rücksicht zu nehmen. Dennoch sollte man beachten, dass bei der Schweißarbeit mit dem Gerät besondere Vorsicht geboten ist, da ein Explosionsrisiko besteht.
Bei kontinuierlich arbeitenden Produktionsanlagen besteht keine Gefahr eines Wasserstoffexplosions. Bei Anlagen und Rohrleitungen, in denen konzentrierter Schwefelsäure über längere Zeit nicht verwendet wird, kann es jedoch zu einer Verdünnung der Säure durch die Aufnahme von Luftfeuchtigkeit kommen. Dadurch entsteht Wasserstoff, und bei unsachgemäßer Handhabung besteht Explosionsgefahr. Zudem kann es im Winter, wenn konzentrierte Schwefelsäure auf 93-prozentige Konzentration verdünnt wird, zu lokaler Korrosion der Anlagen und Rohrleitungen kommen, wenn Wasser falsch zugegeben wird. Deshalb sollte man die Stillstandszeiten der Schwefelsäureanlagen so kurz wie möglich halten. Falls das unvermeidlich ist, sollten die Tanks und Rohrleitungen, in denen die konzentrierte Schwefelsäure gelagert und transportiert wird, regelmäßig durchströmt werden, um zu verhindern, dass die Säure verdünnt wird und dadurch ihre Schutzschicht zerstört wird. Gleichzeitig muss das System gut abgedichtet werden, damit es trocken bleibt. Der Flüssigkeitsspiegel in den Schwefelsäuretanks sollte nicht konstant gehalten werden. Im Winter, wenn konzentrierte Schwefelsäure mit Wasser verdünnt wird, darf Wasser nicht direkt in den Tank gegossen werden. Stattdessen sollte ein Verdünnungstank verwendet werden, um das Wasser allmählich zuzufügen. Früher ereignete sich in einer Anlage ein Unfall mit einer Schwefelsäuretanks, der lange Zeit nicht genutzt wurde – es kam zu einer Wasserstoffexplosion. Der Grund dafür war, dass bei der Vermischung von konzentrierter und verdünnter Säure Wasserstoff entstand. Es wurden keine Maßnahmen zur Entfernung dieses Gases ergriffen, es fand keine Analyse vor der Arbeit statt, und die Mitarbeiter waren nicht ausreichend geschult. Sowohl die Leiter als auch die Arbeiter glaubten, dass Schwefelsäure nicht brennen oder explodieren kann – deshalb wurden die notwendigen Vorbereitungen vor der Arbeit weggelassen. Der Deckel des Schwefelsäuretanks platzte auf, wodurch eine Person direkt weggeschleudert wurde. Das war eine ernste Lektion.