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Wir trocknen die sauren Rohrleitungen aus und wenden Anodenschutz an. Das Material besteht aus 304L, die Wandstärke beträgt 10 Millimeter. Die Rohre werden bereits seit 5 Jahren verwendet. Bei einem der Biegungen hat es bereits zu Lecks gekommen; bei den anderen Biegungen ist ebenfalls eine deutliche Korrosion zu erkennen – die Wandstärke beträgt dort nur noch 5–6 Millimeter. Bei den geraden Rohren ist die Situation besser: Die gemessene Wandstärke liegt immer noch über 9 Millimetern. Gilt es nicht als selbstverständlich, dass Rohre mit einer Wandstärke von 6 Millimetern unter Anodenschutz 20 Jahre lang genutzt werden können? Wie kann es sein, dass sie bereits nach 5 Jahren korrodiert sind? Unsere Säureleitungen bestehen aus 316L-Material – ohne Anodenschutz. Sie wurden 5 Jahre lang verwendet, ohne dass es zu Leckagen kam.
Es sollte eine Toterzone geben, wir hatten auch schon ähnliche Fälle
Die Stoßkraft an den Biegungen ist um ein Vielfaches größer
Gibt es bei der Anodenbeschichtung Tote Zonen? Haben bei euch auch an allen Biegungen Korrosion und Verdünnung aufgetreten? Außerdem weisen die Stromschwankungen in diesem Anodenschutzrohr in letzter Zeit etwas starke Schwankungen auf – sie liegen zwischen 1 und 20 A. Nach dem Leck habe ich den Betrieb nicht gestoppt, sondern stattdessen eine Box aus Kohlenstahlblech hergestellt, um den leckenden Bogen zu umhüllen. Ich werde mich darum kümmern, sobald sich die Gelegenheit ergibt.
Neben dem Abtrag durch Strömung gibt es noch einen weiteren Grund für die Korrosion: Möglicherweise kann der Bereich des Biegers nicht vollständig mit konzentrierter Schwefelsäure gefüllt werden, wodurch die Wirkung der Anodenbeschichtung nachlässt.
An Biegungen korrodiert es leichter; im Vergleich zu geraden Rohren ist es einfacher, stattdessen hochsilbernes Edelstahl zu verwenden
Die Anodenschutzrohre haben Anforderungen an die Strömungsgeschwindigkeit der Säure. Bei hoher Strömungsgeschwindigkeit kann keine Passivierschicht entstehen, wodurch die Korrosion der Rohre beschleunigt wird