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In meiner Anlage werden für die Ölleitungen der zweiten Linie Rohre vom Typ 316L verwendet. In den ersten 6 Monaten kam es zu drei Lecks. Die Temperatur in der zweiten Linie beträgt 280 Grad, der Schwefelgehalt liegt bei 0,56 %, die Säurekonzentration bei etwa 30. Der Chloridgehalt liegt unter 0,5 ppm. Könnt ihr bitte die Ursachen für die Lecks analysieren? Danke!
An welcher Stelle gibt es das Leck – an der Schweißnaht oder durch Korrosion? Ist es am Boden oder auf der Rückseite des Biegungsteils? Nicht für die Rohrwallstärkemessung? Wie ist der Zustand der Dickemessung?
Es wäre am besten, einige Fotos mit den Defekten zu haben, damit alle sie analysieren und besprechen können.
Keine Ahnung, wo und unter welchen Umständen es zu dem Leck gekommen ist?
Die Rohrleitungen werden auf 316L aufgerüstet, was nach den Standards für Materialaufwertungen bereits den Anforderungen entspricht. Es wurden zunächst einige Möglichkeiten analysiert: 1. Bei der Aufwertung der Rohrleitungsmaterialien fehlen bestimmte Bestandteile; bei niedrigem Titangehalt kann es zu Spannungskorrosionsrisse kommen; 2. Bei einem neuen Rohrsystem muss geprüft werden, ob es an den Schweißstellen zu Leckagen kommt. Falls ja, muss untersucht werden, ob an diesen Stellen Spannungen entstehen, ob die richtigen Schweißelektroden verwendet wurden und ob eine ausreichende Wärmebehandlung erfolgt ist ; 3. Wenn die Korrosion durch das Medium verursacht wird, muss man auch an die Korrosion durch aktives Schwefel denken. Inaktiver Schwefel lässt sich leicht analysieren und seine Korrosionswirkung ist nicht so ausgeprägt. Doch einige Sulfide, die bei Erhitzung zu aktivem Schwefel werden, verursachen eine sehr starke Korrosion am Rohrmaterial. Daher ist es sehr wichtig, die Form des Korrosionsprozesses, die entstehenden Korrosionsprodukte sowie die anschließenden Untersuchungen zu analysieren. Hoffentlich können Ihnen diese Informationen weiterhelfen.
In 6 Monaten 3 Mal Undichtigkeiten – vermutlich liegt das an undichten Schweißnähten. Wenn die Rohrwand undicht ist, dann dieses Material, haha
Hohe Temperaturen mit Schwefel – das haben wir auch schon erlebt. 304 ist in Ordnung
Zuerst sollten die Qualitätsprobleme der Rohre untersucht werden – also die Materialprüfung sowie die Überprüfung durch die Hersteller. Der Grund dafür ist, dass es auf dem Markt viele kleine Hersteller gibt, die die Rohre vor der Auslieferung überhaupt nicht auf Fehler prüfen, weder hinsichtlich der Druckfestigkeit noch sonstiger Eigenschaften.
Zwei Fragen: 1. Enthält 316L Titan? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Titangehalt und der Widerstandsfähigkeit gegen Spannungskorrosion? 2. Ist für das Schweißen dieser Edelstahlrohre eine Wärmebehandlung notwendig?