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Als Chemiker, der in Jingjiang arbeitet, habe ich zwar nicht persönlich dieses Ereignis miterlebt, aber ich habe dennoch aus verschiedenen Quellen etwas über die Umstände des Unfalls erfahren. Als Mitarbeiter in der Chemieindustrie glaube ich, dass man stets einen positiven Beitrag zu seinem Berufsfeld leisten sollte. Jetzt möchte ich kurz zu diesem Vorfall meine Ansichten zu den Ursachen von Unfällen in der Chemieindustrie darlegen. Während der Besprechung unter der Leitung wurde das Thema des Vertrauens angesprochen. Meiner Meinung nach sollte es, solange es um Sicherheitsfragen geht, keinerlei Vertrauen geben. Vollständiges Vertrauen kann man als den Beginn von Unfällen betrachten – man sollte weder den erfahrenen Arbeitern noch der Erfahrung vertrauen. Blinder Glaube ist der erste Faktor, der zu Chemieunfällen führt. Der Grund für diesen Unfall ist ganz einfach – vier Wörter: unsachgemäßer Umgang mit Feuer. Das ist der Grund, den die meisten Menschen kennen. Doch wenn durch unsachgemäses Arbeiten ein offenes Feuer entsteht, kann man die Ventile rechtzeitig schließen und mit den richtigen Notfallmaßnahmen den Unfall in kurzer Zeit beseitigen. Dazu gehört ein zweiter Faktor, nämlich die psychische Verfassung der Bediener sowie das Fehlen einer korrekten Fähigkeit, Gefahren einzuschätzen. Nach dem Unfall breitete sich das Feuer allmählich aus. Die Mitarbeiter vor Ort gaben an, dass die Rohrventile geschlossen seien. Doch nach Einschätzung vor Ort waren die Rohrventile nicht geschlossen. Dadurch floss weiterhin brennbares Material heraus, wodurch das Feuer nicht nur nicht gelöscht werden konnte, sondern sich sogar weiter ausbreitete. Das ist der dritte Faktor: die fachliche Kompetenz des Personals. Man kann sagen, dass diese drei Faktoren die Hauptursachen für die meisten Chemieunfälle sind. Die Zusammensetzung der Mitarbeiter in der Chemieindustrie ist komplex, und ihre fachliche Kompetenz liegt im Durchschnitt auf niedrigem Niveau – das ist ein ernstes Problem. Ich habe einmal in einem Koksunternehmen gearbeitet, in dem weder die Mitarbeiter vor Ort in einer der Werkshallen noch die Bediener im Zentralkontrollraum über ein chemisches Fachwissen verfügten. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die psychische Belastbarkeit der Personen gering, und sie konnten nicht richtig einschätzen, wie gefährlich der Unfall war. Deshalb kam es unweigerlich dazu, dass die Betroffenen sofort ihre Arbeitsplätze verließen, anstatt Maßnahmen zu ergreifen. Außerdem ist der Empirismus im Bereich der Sicherheit nicht anwendbar – das ist eine äußerst schlechte Praxis. Was die Sicherheit angeht, muss man ein Vertrauensniveau von 0 % anstreben. Nur so kann die Wahrscheinlichkeit von Unfällen durch menschliches Versagen verringert werden. Um die Wahrscheinlichkeit von Chemieunfällen so weit wie möglich zu verringern, muss man an diesen Faktoren ansetzen. Was Unternehmen tun können, ist lediglich die Überwachung zu verstärken. Regulierung bedeutet Überwachung und Management. Die grundlegenden Fähigkeiten der Mitarbeiter müssen aus managementstechnischer Sicht verbessert werden, und die Arbeitsabläufe müssen standardisiert werden. Im Grunde handelt es sich dabei um einen Prozess des Vertrauens. Da jedoch bei Sicherheitsfragen kein Vertrauen in Frage kommt, muss die Lösung der Probleme durch Aufsicht erreicht werden. Die Verbesserung der Qualifikationen der Mitarbeiter ist nicht einfach. Im Falle eines plötzlichen Unfalls ist es unvermeidlich, dass die Bediener den Ort verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Dann können wir eine spezielle Überwachungsgruppe für Arbeiten im Freien einrichten; die Anzahl der Mitarbeiter muss nicht groß sein, zwei Personen reichen aus. Dabei ist eine Person vor Ort sowie eine Person im Kontrollzentrum vorhanden. Die vor Ort anwesenden Personen müssen über die entsprechenden Notfallpläne sowie über Fähigkeiten zur Gefahrenbewertung verfügen, um im Falle eines Unfalls die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können und so die Auswirkungen des Unfalls auf ein Minimum zu beschränken. Die Zentraleinrichtung ist dafür verantwortlich, bei einem Unfall die Ventile zu öffnen und zu schließen sowie das System zu überwachen. Die Einrichtung dieser Gruppe dient sowohl der Überwachung als auch der Notfallbehandlung im Falle eines Unfalls. Die Mitglieder der Gruppe können vor Ort ausgebildet werden, jeweils in den entsprechenden Abteilungen der Werkstätten. Im Alltag fungieren sie als gewöhnliche Mitarbeiter, doch bei gefährlichen Arbeiten übernehmen sie die Rolle von Aufsichtspersonen.
Tatsächlich ist alles relativ. Der eigentliche Schlüssel liegt in der mangelnden Grundkompetenz der Mitarbeiter, in unzureichender Ausbildung sowie in einer ungenügenden Fähigkeit, mit Krisensituationen umzugehen. Wenn die Mitarbeiter ordentlich ausgebildet wären und über ausreichende Fähigkeiten verfügten, würden die Fehler einiger weniger Personen nicht zu so schwerwiegenden Folgen führen. Unfälle entstehen meist dadurch, dass viele Menschen an verschiedenen Stellen nacheinander eine Reihe von Fehlern begehen, wodurch sich die Situation verschlimmert.
Die Kollegen aus Taixing übertreffen dich........
Logisch, analytisch und gründlich.
Die Chemieindustrie gehört an sich zu den Branchen mit hohem Risiko. Aufgrund wirtschaftlicher Interessen sowie der Unruhe in der Gesellschaft ist die Qualifikation der Mitarbeiter oft unzureichend, und die anschließende Ausbildung bleibt auf der Strecke und wird nur noch formal durchgeführt. Auch die Personalbesetzung ist sehr knapp.
Deshalb sollten wir uns lieber an Stellen wenden, bei denen die Umsetzbarkeit höher ist, anstatt blind Mitarbeiter zu schulen – das ist doch nur ein leeres Versprechen für die Chemie-Sicherheit. Alles andere kann man loslassen, nur die Sicherheitsfragen nicht. Richtig?~