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Warum müssen die Rohre in Pharmafabriken aus geschweißten, nahtlosen Rohren hergestellt werden, anstatt aus vorgefertigten, nahtlosen Rohren montiert zu werden – zumindest macht meine Fabrik das so? So können viele unnötige Arbeiten mit offener Flamme reduziert werden. Zur Ergänzung: Unsere Fabrik ist eine Präzisionsfabrik. Ist das bei allen Unternehmen der Feinchemieindustrie so? Lasst uns darüber diskutieren
Ich finde, da ist kein Unterschied. Kann jemand mit Erfahrung den Grund erklären?
Die Pharmaindustrie gehört zur Chemiebranche; abgesehen von der Reinheit gibt es im Hinblick auf die Rohrleitungen wohl keine anderen Unterschiede im Vergleich zu der üblichen Petrochemie- und Chemieindustrie.
Schweißverbindungen reduzieren im Vergleich zu Flansch-/Schraubverbindungen die Anzahl der Leckstellen, sind aber schwer zu warten, da sie geschnitten werden müssen. Aus Sicht der Pharmaindustrie stellt sich die Frage, ob GMP-Anforderungen erfüllt werden müssen, um zu verhindern, dass Verunreinigungen von den Dichtflächen der Rohrverbindungen in das Medium im Rohr gelangen und dadurch die Produktqualität beeinträchtigt wird.
Tatsächlich – es ist wirklich einfach, viele Eisenspäne zu bekommen
Ich frage mich auch, ob es an den Anforderungen von GMP liegt – schließlich steht im Moment die Qualität im Vordergrund. Allerdings sind die anschließenden Reparaturen sehr umständlich und führen zu vielen unnötigen Arbeiten mit offener Flamme. Flanschrohre sind später leichter zu warten, aber den Anforderungen von GMP werden sie voraussichtlich nicht entsprechen.
Theoretisch bieten vorgefertigte Rohrleitungen eine bessere Qualitätssicherung als Rohrleitungen, die vor Ort verschweißt werden, und tragen außerdem dazu bei, Rost im Wassersystem zu verringern. Allerdings weist die Pharmaindustrie den Mangel auf, dass Anforderungen an die Nutzer sowie die Prozessgestaltung eher ungenau sind. Deshalb ergeben sich für die Auftraggeber und Planungsbüros hohe Anforderungen durch den Einsatz vorgefertigter Rohrleitungen. Was GMP betrifft, so sind vorgefertigte Rohre leichter zu erfüllen: Im Gegensatz dazu stellt das Schweißen von Edelstahlrohren vor Ort die größte Gefahr dar.
Die Vor-Ort-Schweißung ist flexibler, die Vorfertigung erfordert hohe Anforderungen an das Design. Wenn es sich um eine ausgereifte Technologie handelt, ist die Vorfertigung besser – ansonsten sollte man lieber vor Ort schweißen.
Die Pharmaindustrie stellt recht strenge Anforderungen an Mikroorganismen. Wenn in den Rohrleitungen Lösungsmittel für die Pharmaindustrie fließen – wie beispielsweise gereinigtes Wasser oder Arzneilösungen – muss man auf Faktoren wie Ecken und Kanten in den Rohrleitungen sowie auf die Glätte der Innenwände achten. Wenn es viele solcher Ecken und Kanten gibt sowie die Innenwände nicht glatt sind, führt das unweigerlich dazu, dass sich Mikroorganismen ansammeln. Zudem wird es schwierig, die Rohrleitungen sauber zu halten – was den Anforderungen der Pharmaindustrie nicht entspricht. Beim Schweißen wird in der Regel automatisches Schweißen gefordert; manuelles Schweißen ist kaum akzeptabel.