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Umgang mit Wasserstoffunfällen

2016-08-01View Original

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Umgang mit Unfällen in Hydrogenisierungsanlagen 1. Grundsätze für den Umgang mit Unfällen Im Falle eines Unfalls müssen die Bediener anhand der Symptome des Unfalls richtig beurteilen, woran der Unfall liegt, und schnell handeln, um eine weitere Ausbreitung des Unfalls zu verhindern. Gleichzeitig sollte man dem Werkstatt- und Betriebsleiter Bericht erstatten und um Anweisungen bitten. Bei der Bewältigung von Unfällen müssen die folgenden Prinzipien eingehalten werden: a. Kein Auslaufen oder Versickern von Öl und Lösungen, keine Überfüllung des Behälters, keine Überschreitung der Temperatur- und Druckwerte. a. Die Geschwindigkeit der Abkühlung und des Druckabfalls muss gut kontrolliert werden.
b. Bei der Beurteilung von Unfällen sollte man möglichst genau vorgehen, schnell und entschlossen handeln, sowie rechtzeitig Berichte erstatten und miteinander in Kontakt bleiben.
c. Es ist wichtig, den Katalysator zu schützen – man sollte versuchen, Verkohlung, Überhitzung, Zerstörung oder Vergiftung des Katalysators zu vermeiden.
d. Öl und Gase dürfen nicht einfach so abgelassen werden, um Brände, Explosionen und andere gefährliche Unfälle zu verhindern. 2 Stromausfall 2.1 Kurzzeitiger Stromausfall 2.1.1 Phänomene: a. Teilweise oder vollständiger Stillstand der Pumpen, der Durchflusswert fällt auf Null; b. Stillstand der Zirkulations- und Verdichterpumpen, der Durchfluss von Zirkulations- und Zusatzwasserstoff fällt auf Null; c. Die Beleuchtung flackert. 2.1.2 Behandlung: a. Abkühlen des Heizofens oder Abschalten desselben; b. Notstart des Zirkulationsgebläses sowie des Überdruckgebläses; c. Notstart der Reaktionsförderpumpe sowie der anderen Pumpen; d. Zeitnahe Anpassung des Flüssigkeitsspiegels im Hochdrucktrenner sowie in den anderen Behältern, um ein Überlaufen oder Vakuumzustand zu vermeiden; e. Anpassung der Betriebsbedingungen auf normale Werte. 2.2 Lange Stromausfälle 2.2.1 Phänomen: Die Beleuchtung im Innenraum geht aus, die Pumpen stoppen ihre Arbeit. 2.2.2 Maßnahmen: a. Der Heizofen wird abgeschaltet, die Lüftungsklappen werden geöffnet, sodass der Rauch direkt in den Schornstein gelangt. b. Das Hochdruckgas wird abgelassen – mit einer Geschwindigkeit von 1,5 MPa/h. c. Es sollte versucht werden, den Wasserspiegel in den Behältern Ofen-104 und Umwandler-105 aufrechtzuerhalten. Wenn der Behälter voll ist, kann die Zufuhrventil geschlossen werden und das Wasser über den Ablasskanal abgeleitet werden. Bei Wassermangel wird der vom System zurückgeführte Dampf am Boden abgelassen, um die Temperatur zu senken und den Kessel zu schützen. d. Achten Sie auf den Druck sowie den Flüssigkeitsstand im Turm. Falls nötig, schließen Sie die großen Ventile am Boden, um zu verhindern, dass hoher Druck in den niedrigen Druckbereich übertritt. e. Installieren Sie einen provisorischen Potentiometer zur Messung der Temperatur im Reaktorbett. Wenn die Temperatur über 430 °C liegt, muss weiterhin entlüftet werden. Bei einer Temperatur von unter 420 °C sollte die Entlüftung gestoppt werden, um den Systemdruck so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Schließlich, wenn der Druck unter 0,3 MPa fällt, wird Stickstoff am Auslass des Kompressors zugeführt, um einen Druck von mindestens 0,5 MPa aufrechtzuerhalten. f. Die Füllstände in den Behältern und Tanks sollten möglichst konstant gehalten werden. g. Die Zufuhr des Rohöls soll eingestellt werden. 3. Einstellung des Wasserdurchflusses 3.1 Einstellung des Durchflusses von Frischwasser a. Phänomen: Der Druck im Hauptrohr für Frischwasser sinkt, und die Ventile an den jeweiligen Stationen können kein Frischwasser abgeben. b. Verarbeitung: Das Wasser, das in diesem Gerät zur Produktion verwendet wird, ist – mit Ausnahme des Wassers, das zur Reinigung der Anlage verwendet wird – immer recyceltes Wasser. Ein Ausfall des frischen Wassers hat keine großen Auswirkungen auf die Produktion. Sobald festgestellt wird, dass das frische Wasser nicht mehr fließt, sollte man den Grund dafür herausfinden. Wenn wieder frisches Wasser verfügbar ist, muss man darauf achten, die entsprechenden Ventile richtig zu schließen, um Lecks zu vermeiden. 3.2 Abschaltung des Zirkulationswassers 3.2.1 Phänomen: Das Zirkulationswasser in diesem Gerät fließt in zwei Kanälen – der Hydrogenisierungsbereich verwendet dabei den linken Kanal für das Zirkulationswasser. Wenn der Zirkulationswasserfluss unterbrochen wird, sinken der Durchfluss und der Druck des Zirkulationswassers. Dadurch wird die Kühlleistung der einzelnen Kühler schlechter. Der Druck im Turm steigt an, und aus dem Rückflusstank entweichen Gase. Durch den Ausfall des Wasserflusses können die Öl- und Umgebungstemperaturen in den Kompressoren sowie Pumpen ansteigen, was dazu führt, dass diese stillgelegt werden müssen. 3.2.2 Behandlung: a. Der Heizofen wird vollständig abgeschaltet, die Produktion wird in den Kreislaufmodus versetzt – es wird wie gewohnt mit der Stilllegung des Betriebs verfahren. b. Die Zufuhr der Rohstoffe wird eingestellt. c. Es wird versucht, herauszufinden, warum das Wasser nicht mehr fließt und wann wieder Wasser verfügbar sein wird. Falls der Wassermangel über einen längeren Zeitraum anhält, müssen die einzelnen Anlagen entsprechend den Vorgaben zur Stilllegung weiterhin betreut werden. Nach Ankunft des Wassers wird gemäß den Startvorgaben mit der Arbeit begonnen. 4 Abschaltung des Dampfes 4.1 Abschaltung des Dampfs bei 3,5 MPa 4.1.1 Phänomen: Nach der Abschaltung des Dampfs bei 3,5 MPa stoppt auch der Zirkulationskompressor. Der Durchfluss des Zirkulationswassers fällt auf Null, wodurch der Reaktor überhitzt wird. 4.1.2 Behandlung: a. Einstellung des Zufuhrs der Reaktanzutaten; b. Abschalten des Heizofens, Öffnen der Schieber in den Abgasleitungen sowie Öffnen der Lüftungsklappen; c. Die hochdruckigen Gase werden in die Entlüftungsanlage geleitet, wobei der Druck mit einer Geschwindigkeit von 1,5 MPa/h gesenkt wird; d. Es muss sichergestellt werden, dass die Pegelstände des Hochdrucksystems sowie anderer Flüssigkeiten im Normalbereich liegen; e. Es werden temporäre Potentiometer eingesetzt, um die Temperatur der Schicht in Reaktor-101 zu messen. Wenn die Temperatur über 430 °C liegt, wird weiterhin entlüftet; falls sie unter 420 °C liegt, wird die Entlüftung gestoppt. Dabei soll der Systemdruck möglichst aufrechterhalten werden. Schließlich, wenn der Druck unter 0,3 MPa fällt, wird Stickstoff am Auslass des Kompressors zugeführt, um einen Druck von über 0,5 MPa aufrechtzuerhalten; f. Einstellung der Zufuhr des Rohstoffs. 4.2 Abschaltung des 1,0 MPa-Dampfs: Die Menge an 1,0 MPa-Dampf, die in meiner Anlage erzeugt wird, übersteigt die Verbrauchsmenge. Wenn das gesamte Wärmenetzesystem der Anlage den 1,0 MPa-Dampf abschaltet, kann ein Druckregelungssystem zur Aufrechterhaltung des 1,0 MPa-Drucks eingesetzt werden, um die Produktion aufrechtzuerhalten. 4.3 Stoppen des Dampfs bei 0,35 MPa: In meiner Anlage werden -107 sowie 302 mit Dampf bei 0,35 MPa als Wärmequelle genutzt. Umstellung auf -105 und 307 zur Erzeugung von Dampf bei 0,35 MPa; außerdem gelangt ein Teil des Hochdruck-Kondenswassers nach der Vergrößerung im Behälter -325 ebenfalls in das System mit Dampf bei 0,35 MPa. Im Allgemeinen übersteigt die Menge an erzeugtem Dampf die Menge an verbrauchtem Dampf. Wenn das gesamte Wärmenetzesystem der Anlage auf keinen Dampfdruck von 0,35 MPa mehr angewiesen ist, kann der Dampfdruck von 0,35 MPa innerhalb des Steuergeräts für die Druckregelung verwendet werden. Wenn im Inneren der Anlage kein Dampf bei 0,35 MPa erzeugt wird, kann Dampf bei 1,0 MPa nach Absenkung der Temperatur und des Drucks bereitgestellt werden, um eine normale Produktion zu gewährleisten. 5 Anhalten des Messluftstroms 5.1 Phänomene: a. Die Ventile für den Luftzustrom sind vollständig geschlossen, die Ventile zum Abschalten des Luftzustroms sind vollständig geöffnet – dies führt zu Veränderungen in den Anzeigen der Prozessparameter; b. Die pneumatischen Anzeigegeräte zeigen keine Werte an; c. Es tritt ein Alarm wegen niedrigem Drucks der Messluft auf; d. Das Armaturenbrett des Zirkulationskompressors sowie der Motor des Verdichters stoppen aufgrund des fehlenden Überdrucks. Die Anzeigen für den Durchfluss des zyklischen Wassersstoffs sowie des nachgeführten Wassersstoffs sind auf Null zurückgesetzt. 5.2 Behandlung: Es ist wie bei einem Notstopp bei 3,5 MPa Dampf vorzugehen. 6 Gasstillstand
6.1 Phänomene:
a. Die Steuerung des Gasdrucks funktioniert nicht mehr – der Gasdruck sinkt rapide.
b. Die Flammen im Heizofen werden schnell kleiner und erlöschen schließlich.
c. Die Temperatur der Hydrogenisierungsreaktion sinkt schnell ab; außerdem sinken die Temperaturen am Ausgang des Siederetors sowie am Boden des Turms.

6.2 Maßnahmen:
a. Falls die Flammen noch nicht erloschen sind, muss sofort der Hauptventil für das Gas geschlossen werden. Zudem sollen die Druckregelungsvorrichtungen in den Hoch- und Niederdrucktrennern so eingestellt werden, dass weiterhin ein Betrieb möglich ist. Gleichzeitig sollte man sofort die Leitungskräfte informieren, um die Situation zu klären.
b. Falls der Heizofen bereits erloschen ist oder der normale Betrieb trotz der oben genannten Maßnahmen nicht aufrechterhalten werden kann und das Problem mit dem Gas vorerst nicht gelöst werden kann, dann muss die Zufuhr von Wasserstoff gestoppt werden. Die Produkte sollten in die Tanks zurückgeleitet werden. Erst wenn der Brennstoff wieder normal verfügbar ist, kann der Betrieb wieder aufgenommen werden.
c. Falls gleichzeitig mit der Hydrogenisierung auch die Herstellung von Wasserstoff stattfindet, müssen alle Heizöfen sofort abgeschaltet werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Produktion von Wasserstoff weiterhin möglich bleibt. Die Zufuhr von Wasserstoff muss gestoppt werden, und die Produkte sollten in die Tanks zurückgeleitet werden.

7 Geräteausfälle
7.1 Maßnahmen bei Leckagen und Bränden in Hochtemperaturgeräten:
a. Sofort mit Dampf löschen (Wasser oder Schaum sind nicht zulässig), um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
b. Falls das Feuer nicht unter Kontrolle gebracht werden kann, muss sofort die Feuerwehr unter der Nummer 119 gerufen werden.
c. Sofort die Schichtleiter sowie die Leitungskräfte des Werks informieren, um Ratschläge einzuholen.

7.2 Maßnahmen bei Rissen in den Rohren des Hydrogenisierungsofens:
a. Der Ofen muss abgeschaltet werden. In den Ofenraum muss Dampf eingeleitet werden, um die Temperatur zu senken.
b. Die Abgase müssen über den Schornstein abgeleitet werden. Der Ofen-104 muss ebenfalls abgeschaltet werden.
c. Die Zufuhr von Material muss gestoppt werden, ebenso wie der Betrieb der Pumpen und Kompressoren.
d. Das Notentlastungsventil muss geöffnet werden, damit der Druck mit einer Geschwindigkeit von 1,5 MPa/h abgebaut werden kann. Die Abgase sollen in die Entlüftungsanlage geleitet werden.
e. Die Schichtleiter sowie die Leitungskräfte des Werks müssen informiert werden. Bei ernsten Fällen muss die Feuerwehr gerufen werden.
f. Die Produkte müssen aus der unbrauchbaren Produktionslinie in die Tanks zurückgeleitet werden.
g. Stickstoff muss verwendet werden, um das System zu entladen. Der Druck im System darf nicht unter 0,5 MPa fallen. Je nach Schadensgrad werden die entsprechenden Reparaturmaßnahmen festgelegt. 
Reply #22016-08-01
Die grundlegenden Handlungsprinzipien, die wir entwickelt haben, wurden ebenfalls auf der Grundlage dieses Rahmens weiter ausgeführt. Pläne sind starr, Menschen sind lebendig – man muss je nach tatsächlicher Situation anpassen. Jeder Unfall ist anders, doch es gibt gemeinsame Ansätze für die Bewältigung von Unfällen. Noch wichtiger ist jedoch der Aufbau von Erfahrungen bei der Handhabung solcher Unfälle~~~~~
Reply #32016-08-01
Die Fragen und Antworten zu Notfallmaßnahmen bei Hydrogenerungsanlagen für Kohleöl und Diesel sind gut – man kann sich ein Exemplar kaufen und es durchlesen·~~~~
Reply #42016-08-01
Danke für die Anleitung, ich kaufe gleich ein Exemplar, wenn ich Zeit habe, lerne ich es;
Reply #52016-08-02
Bei der Bewältigung eines Unfalls halte ich es für am wichtigsten, die Situation richtig einzuschätzen und schnell die richtigen Vorgehensweisen zu finden.
Reply #62016-08-02
Heißt der vollständige Name wirklich „Fragen und Antworten zu Notfällen bei Dieselhydrierung“?
Reply #72016-08-09
Sollten technische Fragen zum Hydrokrakeverfahren sein
Reply #82017-08-25
Gibt es Bücher über Unfallarten im Zusammenhang mit Zersplitterung?
Reply #92021-02-19
:Handshake: Handshake: Handshake – Vielen Dank für den Share!

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