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Bei der Installation von Rohrleitungen wird für Edelstahlrohre in der Regel gefordert, dass ein direkter Kontakt mit Kohlenstahl vermieden wird. Derzeit gibt es in den Standards die Vorgabe, dass zwischen Komponenten aus Edelstahl, Nickel und Nickellegierungen sowie Trageelementen aus Kohlenstahl metallische Dämpfer aus Edelstahl oder nichtmetallische Dämpfer mit einem Chloridgehalt von maximal 50 ppm eingesetzt werden müssen. Kommen die hier verwendeten Edelstahlplatten in Berührung mit den Trag- und Halterungen aus Kohlenstahl – wird es dann über einen langen Zeitraum keine Korrosion geben? Kann das jemand erklären?
Der Träger ist nicht direkt mit der Rohrleitung verbunden
Ich meine, wenn die Edelstahlplatte korrodiert ist, kommt das Rohr doch direkt mit Stahldraht in Berührung, oder?
Oh, das meinst du! Aber werden eure Edelstahlrohre nicht lackiert? Wenn sie lackiert würden, könnte man dieses Problem vermeiden
Wenn du die Edelstahlplatten korrodiert hast, muss auch dieses Gerät ausgetauscht werden……
Danke für eure Meinungen! Meine Ansicht ist, dass bei der Installation versucht werden sollte, einen Kontakt zwischen Kohlenstahl und Edelstahl so weit wie möglich zu vermeiden. In der Praxis ist es sicherlich auch schon zu Korrosionsproblemen gekommen, die durch den Kontakt von Edelstahl und Kohlenstahl verursacht wurden. Ist das Korrosionsprinzip bei der Berührung der Edelstahlplatte mit den Kohlenstahl-Tragarmen nicht dasselbe wie bei Rohren? Außerdem gibt es in den Standards keine Vorgaben dafür, wie dick die verwendeten Edelstahlplatten sein sollen – auch welche Dicke geeignet ist, ist eine Frage!
Was das Problem des Kontakts zwischen Edelstahl und Kohlenstoffstahl betrifft, so geht es hauptsächlich darum, eine Elektrodenkorrosion zu vermeiden. Eine Karbiderbildung ist nicht möglich – schließlich gibt es keinen physikalischen Weg für das Eindringen von Elementen voneinander in die feste Metallstruktur. Auch aus thermodynamischer Sicht ist das nicht möglich. Was die Elektrodenkorrosion betrifft, so weisen verschiedene Metallmaterialien unterschiedliche natürliche Potentiale auf. Wenn dieser Unterschied einen bestimmten Wert erreicht und außerdem ein Elektrolyt vorhanden ist, kommt es durch den Kontakt zwischen den verschiedenen Metallen zu einem Elektronentransfer – also zum Fluss von Strom. Dieser Elektronentransfer führt wiederum zur Korrosion des Metalls. Welches Metallmaterial korrodiert, hängt von der Potenzialreihe des Metalls ab – also von dem Niveau seines natürlichen Potenzials. Beispielsweise liegt das natürliche Potenzial von Zink unter dem von Kupfer; daher korrodiert Zink. Die üblichen Trockenbatterien nutzen dieses Prinzip – nur wird anstelle von Kupfer Graphit verwendet. Zwischen Edelstahl und Kohlenstahl besteht ein deutlicher Potenzialunterschied. Wenn die beiden Materialien miteinander in Berührung kommen und es außerdem Wasser oder andere leitfähige Stoffe gibt, kommt es zur Korrosion. In der Regel korrodiert dabei der Kohlenstahl. In Umgebungen mit Chloriden – wie zum Beispiel im Meerwasser – ist die Korrosion des Kohlenstahls jedoch nur gering. Bei Edelstahl hingegen tritt Punktkorrosion auf, da die Schutzschicht auf der Oberfläche des Edelstahls durch die stark durchdringenden Chloride schnell zerstört wird. Dadurch kommt es zu lokaler Elektropaarkorrosion. Beim Kohlenstahl tritt hingegen keine Punktkorrosion auf.