Ein Bauausdehnungsfuge ist eine konstruktive Fuge, die an geeigneten Stellen entlang der Baugrenzen von Gebäuden oder Anlagen angebracht wird, um zu verhindern, dass aufgrund von Klima- und Temperaturänderungen (Erwärmung, Abkühlung) Risse im Gebäude entstehen oder die Struktur beschädigt wird. Eine Dehnfuge teilt die über der Grundlage liegenden Bauelemente wie Wände, Bodenbeläge, Dächer (mit Ausnahme von Holzdächern) in zwei separate Teile auf, wodurch das Gebäude oder die Konstruktion in Längsrichtung horizontal gedehnt oder zusammengedrückt werden kann. Die Hauptfunktion besteht darin, zu verhindern, dass in den Strukturkomponenten Risse entstehen. Wenn die Abmessungen des Gebäudes zu groß sind, können aufgrund von Wärme- und Kälteausdehnung übermäßige Temperaturspannungen in der Struktur entstehen. Deshalb müssen an bestimmten Stellen der Struktur Schlitze eingefügt werden, um das Gebäude in mehrere Teile zu teilen. Solche Schlitze nennt man Temperaturschlitze. Für verschiedene Konstruktionsysteme unterscheidet sich die Entfernung zwischen den Dehnfugen. In der aktuellen chinesischen Norm „Vorschriften für die Planung von Betonkonstruktionen“ GB50010-2010 gibt es dazu in Paragraf 8.1 spezielle Vorgaben. Bei der Planung werden in der Regel Dehnfugen, Erdbebenfugen und Setzungsfugen als kombinierte Lösung berücksichtigt. Wasserdämmsbänder werden nach ihrem Verwendungszweck unterteilt in: Wasserdämmsbänder für Dehnungsfugen (B), Wasserdämmsbänder für Baufugen (S) sowie Wasserdämmsbänder für Fugen mit besonderen Alterungsanforderungen (J). Hinweis: Wasserdämmsbänder mit Stahlkanten (G, z. B. BG, SG, JG) dienen hauptsächlich dazu, den Weg des Wasserdurchdringens zu verändern und so die Distanz, die das Wasser zurücklegen muss, zu verlängern. Der Beton für den Boden der Wasserpflanze sowie die Wände der Pflanze wird in der Regel getrennt gegossen. Beim nächsten Gießen des Betons für die Wände entsteht eine Baufuge. Wenn sich diese Fuge unter dem Grundwasserspiegel befindet, kann es zu Undichtigkeiten kommen. Daher ist eine technische Behandlung dieses Schlitzes notwendig. Es gibt viele Methoden dafür, wobei die gängigste Methode darin besteht, Dichtstahlplatten einzubauen. Das bedeutet, dass beim Gießen des unteren Betons Stahlplatten mit den Abmessungen 300*3 eingebaut werden. Dabei bleibt ein Teil der Platte – ca. 10–15 cm hoch – außen sichtbar. Beim nächsten Mal, wenn Beton gegossen wird, wird auch dieser Teil der Stahlplatte mit eingegossen. Dadurch wird verhindert, dass druckvolles Wasser von außen eindringen kann. Dichtbänder gehören zu den Baumaßnahmen; sie können in den Planzeichnungen angegeben werden oder auch nicht. Die Flächenabmessungen des Gebäudes sowie des Beckens sollten möglichst nicht die vorgeschriebenen Grenzen überschreiten. Falls dies dennoch der Fall ist, müssen Fugen eingefügt werden – was die Bauarbeiten erheblich erschwert.