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Wie schaltet man die Kesselpumpe ein? Am 8. März 1996 kam es in einer Ammoniakanlage mit einer Kapazität von 300.000 Tonnen dazu, dass die gesamte Anlage stillstand, weil die Welle der Hochdruck-Kesselwasserpumpe (motorgetrieben) brach; die Reparatur in der Werkstatt dauerte 8 Wochen. Nach der Gesamtwartung des Werks war am 15. März die Inbetriebnahme geplant. Dabei traten Probleme auf: Für den Aufbau der Dampfleitungen verschiedener Drücke wird Speisewasser für Hochdruckkessel benötigt; zum Betrieb der Speisewasserpumpen für Hochdruckkessel wird Mitteldruckdampf benötigt; und für die Erzeugung von Mitteldruckdampf ist Speisewasser erforderlich, um die Dampf- und Druckreduzierstation in Betrieb zu nehmen. Frage: Wie fährt man Auto?
Bei Dampfkesseln mit hohem Druck wird der Druck nach dem Erstanfahren schrittweise erhöht. Warum wird für das Inbetriebnahmen der Kesselspeisepumpe jedoch Dampf mit mittlerem Druck benötigt? Es gibt verschiedene Ansichten – am besten fügt der OP ein Flussdiagramm hinzu.
Die Anlage zur Herstellung von 300.000 Tonnen Ammoniak befindet sich 1000 Meter von dem Kessel entfernt. Die übertragene Dampfdruckstufe beträgt lediglich 10,0 MPa für Überhitztdampf sowie 0,5 MPa für gesättigten Dampf. Im Ammoniaksynthesesystem gibt es hingegen Dampfdruckstufen von 3,3 MPa für Überhitztdampf und 1,1 MPa für gesättigten Dampf. Es gibt zwei Speisewasserpumpen für Hochdruckkessel: eine wird elektrisch angetrieben, die andere durch überhitzten Dampf bei 3,3 MPa.
Ohne Dampf geht es auf keinen Fall – man muss sich etwas einfallen lassen mit dem Dampf. 1. Die Dampfturbine wurde erfolgreich vorgewärmt und ist jetzt startbereit. 2. Der Mitteldruckdampf erwärmt die Rohre zusammen mit dem Hochdruckdampf. Wenn die Temperatur 300 °C erreicht, wird die Dampfturbine gestartet – dann steht Wasser für den Hochdruckkessel zur Verfügung. 3. Das Mitteldruck-Entspannungs- und Temperaturabsenkungssystem wird eingeschaltet; das Mitteldruck-Dampfnetz wird wieder normal betrieben.