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Kollegen: Bei der Stilllegung des Schwefelprozesses ist eine thermische Einweichung mit Katalysator erforderlich. Welches Gas wird dabei zur Einweichung verwendet – und welches Medium dient zum Verbrennen? Welches Prozessgas wird für die Reduktion von Sulfaten mit Schwefelkatalysatoren benötigt, und warum wird das als Sulfatreduktion bezeichnet?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ylb913 am 26.11.2016 um 13:40 bearbeitet. Während der Pause bei der Schwefelverarbeitung ist eine thermische Einwirkung mit Katalysator notwendig. Welches Gas wird dabei verwendet? Und welches Medium dient zum Verbrennen? ——Das ist das Verbrennen normaler saurer Gase – dabei wird die Luftzufuhr etwas erhöht, damit die Temperatur im Katalysatorbett um 15 Grad ansteigt und so das flüssige Schwefel im Katalysatorbett vertrieben wird. ——Bei normalen Betriebstemperaturen sollte theoretisch kein flüssiger Schwefel im Katalysatorbett vorhanden sein, in der Praxis gibt es jedoch immer leichte Abweichungen – dafür gibt es den Begriff des Schwefeldampfpunkts. Welches Prozessgas wird für die Reduktion von Sulfaten mit Schwefelkatalysatoren benötigt, und warum wird das als Sulfatreduktion bezeichnet? ——Das ist ein Konzept aus sehr langer Zeit – heutzutage existiert es eigentlich nicht mehr. Zunächst gibt es das Konzept der Sulfatierung, das in der Regel durch Peroxide verursacht wird. Nach der Sulfatierung verliert der Katalysator seine Aktivität für die Claus-Reaktion. In diesem Fall muss die Luftzufuhr verringert werden, damit das verbleibende Schwefelwasserstoff den bereits sulfatierten Katalysator wieder in seinen Zustand als Aluminiumoxid reduzieren kann. Ursprünglich wurden die Anlagen einmal im Jahr gewartet, es war sogar möglich, die Produktion jederzeit zum Wartungszweck anzuhalten. Die Anforderungen an den Umweltschutz waren gering, und es gab auch keine strengen Vorgaben bezüglich der Betriebsweise. Zudem fehlte ein Abgasreinigungssystem – daher war eine langfristige Nutzung unter Überoxidbedingungen ein ganz normales Phänomen. Heutzutage wird in der Regel alle 3 bis 4 Jahre gewartet. Es ist nicht zulässig, dass die Abgase über den zulässigen Wert hinausgehen. Die Anforderungen an die Emissionen sind außerdem höher. Zudem darf es nicht dazu kommen, dass aufgrund von Schwankungen in der Bedienung die Schwefelanlage nicht in der Lage ist, die erforderlichen Emissionsstandards einzuhalten. Deshalb ist auch eine längere Zeit des Betriebs unter Überoxidbedingungen nicht erlaubt.