Auf der Oberfläche des Zweiten Sedimentationsbeckens sind grüne Mikroorganismen zu sehen – was ist das für eine Situation, und wie soll man damit umgehen?
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Bei der Inspektion heute Morgen wurde festgestellt, dass es auf der Oberfläche des aeroben Beckens viel Schaum gab (etwa 10 Zentimeter). Im Wasser, das aus dem aeroben Becken in das zweite Sedimentationsbecken fließt, waren feine Schlammpartikel vorhanden. Auf der Oberfläche des zweiten Sedimentationsbeckens wuchsen heute Morgen Grünalgen. Handelt es sich dabei um eine Überdüngung des Wassers? Wie soll damit umgegangen werden? Wie wird der Schaum auf der Oberfläche des aeroben Beckens beseitigt?1. Im Wasser sind große Mengen an Tensiden enthalten – diese stammen aus den während der Herstellung hinzugefügten Stoffen. Der Schaum ist weiß, die Blasen sind klein, leicht und nicht klebrig.
2. Durch das Wachstum von Mikroorganismen entstehen große Mengen an Lipiden oder Mikroorganismen selbst. Der Schaum ist dann schlammfarben, die Blasen sind groß und klebrig.
3. Bei zu langer Verweildauer des Schlammes im zweiten Sedimentationsbecken entsteht ebenfalls Schaum. Dieser Schaum ist klebrig und schlammfarben.
Grüne Algen entstehen sicherlich aufgrund eines zu hohen Gehalts an N und P. Zudem kann auch ein zu hoher Sauerstoffgehalt dazu führen, dass Grüne Algen entstehen. In einigen zweiten Sedimentationsbecken ist der Sauerstoffgehalt sogar höher als in den aeroben Reaktoren. Wenn das zweite Sedimentationsbecken über längere Zeit nicht genutzt wird oder nur wenig Wasser zugeführt wird, kann dies ebenfalls dazu führen, dass Grüne Algen entstehen.
In dem zweiten Sedimentationsbecken können außerdem feine Schlammpartikel auftreten:
① Die Schlammbelastung im aeroben Becken ist zu gering, es kommt zu einer Überbelüftung. Dadurch oxidiert der Schlamm, wodurch seine Fähigkeit zur Aggregation abnimmt und seine Struktur zerfällt (das Wasser wird trüb und enthält viele Suspensionspartikel).
② Die Schlammbelastung im aeroben Becken ist zu hoch, es fehlt an Sauerstoff. Dadurch nimmt die Adsorptionsfähigkeit des Schlammes ab, und organische Stoffe werden nicht vollständig abgebaut. ③Die Belastung des Zweiten Sedimentationsbeckens ist zu hoch, oder es kommt aufgrund einer ungleichmäßigen Verteilung des Wassers im Becken zu einem Schwerkraftstrom – dadurch werden die Schlammpartikel mitgerissen. ④Der Rückflussverhältnis im Zweiten Sedimentationsbecken ist zu hoch, die Schlamm Schicht im Zweiten Sedimentationsbecken zu dünn – dadurch wird die Schlamm Schicht durch den Wasserstrom zu stark bewegt (dieser Grund tritt selten auf). ⑤Die zu hohe Menge an Schlamm, der aus dem aeroben Becken entweicht, führt dazu, dass die Verweildauer des Schlamms im Becken zu kurz ist. Dadurch können die neu gebildeten Schlammflocken nicht richtig absinken – das Wasser bleibt also klar, während viele Suspensionspartikel vorhanden sind. ⑥Der Schlamm im aeroben Becken ist zu lang, der Schlamm ist veraltet. ⑦Unzureichende Nährstoffe im Schlamm des aeroben Beckens oder eine ungleiche Verteilung der Nährstoffe (zu hoher N:P-Verhältnis). ⑧Im aeroben Becken tritt ein Schlammbildungsphänomen auf; der Schlamm hat eine schlechte Setzbarkeit. In dem zweiten Sedimentationsbecken ist die Schlammschicht sehr dick, wodurch der Wasserstrom den Schlamm mit sich reißt (dieses Problem tritt auf, wenn der SVI-Wert zu hoch oder zu niedrig ist). ⑨Zu hoher Stickstoffgehalt im Abwasser des aeroben Beckens