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Bei der sicheren Produktion müssen sechs Arten von unsicheren Einstellungen vermieden werden

2016-05-26View Original

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Bei der sicheren Arbeit müssen sechs unsichere Denkweisen beseitigt werden! Zur unsicheren Mentalität im Prozess der sicheren Produktion unternimmt der Autor einen ersten Versuch, die damit verbundenen psychologischen Faktoren sowie Gegenmaßnahmen zu untersuchen – in der Hoffnung, dass dies der zukünftigen Arbeit zur sicheren Produktion zugutekommt. I. Sechs psychische Zustände, die die sichere Produktion beeinflussen. Wenn man sich den Arbeitsstil und die Leistung der Mitarbeiter in der Praxis sowie die großen und kleinen Unfälle ansieht, die dort auftreten, dann gibt es insgesamt sechs psychische Zustände, die die sichere Produktion beeinflussen. Die konkreten Ausprägungen sind wie folgt: 1. Glücksglaube. Menschen mit einem Glücksdenken handeln subjektiv aus Bequemlichkeit und dem Wunsch, Abkürzungen zu nehmen. Solche Menschen betrachten bei der Arbeit oft die Sicherheitsvorschriften und Betriebsanleitungen als überflüssig, finden deren Einhaltung umständlich und glauben, dass Unfälle ihnen nicht passieren werden oder zumindest nicht während ihrer Schicht. In der Regel führt das zu entgegengesetzten Ergebnissen. Es gibt unzählige solcher Beispiele. 2. Psychologie der Selbstpräsentation. Diese Einstellung tritt bei jungen Arbeitern besonders deutlich zutage. Einerseits haben junge Arbeiter eine kurze Berufserfahrung, fehlen an Fachwissen und müssen ihre Arbeitsfähigkeiten weiter verbessern; andererseits sind sie oft sehr selbstbewusst und neigen dazu, vor anderen ihre Fähigkeiten zu zeigen und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. So handelt man, als würde man alles verstehen, obwohl dem nicht so ist – man arbeitet blindlings. Man tut so, als wäre man ein Experte, obwohl man nur wenig weiß. Man manipuliert die Geräte ohne Plan und führt die Arbeiten ungeschickt aus. Noch schlimmer ist es, wenn man nicht einmal die Namen der Komponenten der Geräte kennt. Es ist, als wären es junge Kälber, die keine Angst vor Tigern haben – sie wollen unbedingt zeigen, was sie können. Sie versuchen, die Wichtigkeit der Sicherheitsvorschriften durch das Leid von sich selbst oder anderen zu beweisen – mit Blut und Leben wird die Wissenschaftlichkeit der Sicherheitsregeln unter Beweis gestellt. 3. Erfahrungspsychologie. Menschen mit dieser Einstellung sind meist ältere Arbeitnehmer mit langer Berufserfahrung. Diese Mitarbeiter glauben, über viele Jahre an Erfahrung in ihrer jeweiligen Tätigkeit sowie in der praktischen Ausführung ihrer Aufgaben zu verfügen – sie haben schließlich „längere Wege zurückgelegt als die jüngeren Menschen“. Deshalb verhalten sie sich in der Praxis oft arrogant. Oder man ist taub gegenüber wissenschaftlich fundierten Gründen und vernünftigen Ratschlägen anderer, hört nicht darauf, und glaubt, seit Jahren immer so vorgegangen zu sein – ohne jemals einen Unfall gehabt zu haben. Oder man handelt nach „alter Erfahrung“, verlässt sich auf seine Erfahrungen und verstößt aus Gewohnheit gegen die Vorschriften. 4. Die Einstellung, sich einfach durchzuschlagen. Mitarbeiter mit dieser Einstellung zeichnen sich durch niedrige Arbeitsstandards, Nachlässigkeit bei der Arbeit, halbherzige Vorgehensweisen und eine oberflächliche Erledigung von Aufgaben aus. Ihnen fehlt ein Gefühl für Verantwortung sowie Engagement und Pflichtbewusstsein gegenüber der Arbeit. Sie verfolgen bei der Arbeit eine verantwortungslose Haltung und betrachten Sicherheitsvorschriften sowie Arbeitsabläufe als Unsinn. Zum Beispiel wird bei Bergbaubetrieben das gefährliche Gestein über der Arbeitsstelle nicht beseitigt – solange in der eigenen Schicht keine Probleme auftreten. Auch Lecks und anderes werden nicht behoben – solange die eigene Schicht weiterhin produzieren kann. All das sind Beispiele für eine Haltung des Ausweichens vor Problemen. 5. Rebellionstendenz. Im Rahmen der Umsetzung von Sicherheitsmanagement sind Manager und Mitarbeiter im Grunde ein Gegensatz zueinander. Insbesondere in Situationen, in denen die Beziehung zwischen Mitarbeitern und Managern angespannt ist, zeigt sich das rebellische Verhalten einiger Mitarbeiter besonders deutlich. Es ist verboten, bei der Bedienung von Drehmaschinen Handschuhe zu tragen – doch ich tue es trotzdem. Es wird vorgeschrieben, dass die Sicherheitsmützen richtig geschlossen werden müssen – doch ich tue das nicht. Das sind alles Beispiele für rebellisches Verhalten. 6. Abnormale Psychologie. Im Alltag und bei der Arbeit stellen wir oft fest, dass einige Mitarbeiter unter dem Einfluss bestimmter Faktoren aus der Gesellschaft, der Arbeitsstelle oder der Familie oft eine gestörte Stimmung zeigen. Im Berufsleben treten Symptome wie Reizbarkeit, Ungeduld, Melancholie, Unruhe und niedrige Stimmung auf. Zu diesem Zeitpunkt verlieren diese Mitarbeiter am leichtesten die Fähigkeit zur Selbstregulation. Ihre Fähigkeit, potenzielle Gefahren zu erkennen, sowie ihre Reaktionsfähigkeit auf Unfälle nehmen stark ab, wodurch Unfälle leichter eintreten können. Zweitens: Maßnahmen zur Beseitigung von psychischen Unsicherheitsfaktoren. Auf der Grundlage der oben beschriebenen Analyse des psychischen Zustands sollten entsprechend den jeweiligen Besonderheiten folgende Maßnahmen ergriffen werden, um die psychischen Unsicherheitsfaktoren zu beseitigen und so eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. 1. Die Sicherheits- und Rechtschulung für Personen, die auf Glück vertrauen, muss verstärkt werden, damit sie eine strenge wissenschaftliche Einstellung entwickeln, Gedanken der Nachlässigkeit überwinden und in allen Angelegenheiten strikt nach den Betriebsvorschriften und Arbeitsprozeduren vorgehen. Die Unfallverwaltung muss streng gehandhabt werden – bei eingetretenen Unfällen muss gemäß dem Prinzip „Drei Nichts“ vorgegangen werden, damit dem Glauben an Glück kein Platz mehr bleibt. 2. Es ist wichtig, die Motivation der neuen Mitarbeiter zu schützen. Gleichzeitig müssen sie einer strengen dreistufigen Sicherheitsschulung im Betrieb unterzogen werden. Sie sollen dazu angeleitet werden, mehr Technik zu lernen, sich intensiv mit ihrer Arbeit auseinanderzusetzen, ihre Fähigkeiten zu verbessern, die Wissenschaft zu respektieren und strikt nach den vorgeschriebenen Arbeitsanweisungen vorzugehen. 3. Bei Mitarbeitern mit Erfahrung im Umgang mit psychischen Belastungen sollte der Schwerpunkt auf einer verstärkten Aufklärung zu Sicherheitsfragen sowie auf der Ausbildung von Sicherheitstechniken liegen. Dadurch soll das Bewusstsein für Sicherheit und Selbstschutz gesteigert werden, ebenso wie die Fähigkeit zur standardisierten Arbeitsausführung sowie zur Prävention von Gefahren. 4. Bei Mitarbeitern, die eine Haltung des „Es wird schon irgendwie gehen“ an den Tag legen, muss unbedingt eine Ausbildung zum Verantwortungsbewusstsein sowie zum Engagement für die Arbeit erfolgen. Zudem muss das System der Verantwortung für die sichere Produktion vollständig umgesetzt werden. Bei Führungskräften sollte außerdem ein System von Anreizen für das Handeln in Risikosituationen eingeführt werden. Auf der Grundlage einer verstärkten Disziplinerausbildung müssen bei der Arbeit hohe Standards, strenge Anforderungen sowie gründliche Bewertungen gelten. 5. Bei Mitarbeitern mit Widerstandstendenzen muss man auf Überzeugungsarbeit und geduldiges Aufklären bestehen. Man darf nicht mit Übergriffen vorgehen, sondern muss die betroffenen Personen zu aktiven Teilnehmern des Managementprozesses machen – anstatt zu erwarten, dass sie sicher handeln, sollte man ihnen das Verantwortungsbewusstsein für ihre eigene Sicherheit vermitteln, damit sie selbst dafür sorgen, dass es ihnen gut geht. Sorgen dafür, dass die Arbeit im Bereich der Sicherheit zu einer bewussten Handlung jedes Mitarbeiters wird. 6. Es ist notwendig, Akten über die psychischen und gedanklichen Entwicklungen der Mitarbeiter anzulegen. Mit anderen Worten: Es muss stets möglich sein, die psychischen und gedanklichen Veränderungen der Mitarbeiter zu erkennen und ihnen entsprechende Anleitung zu geben. Das erfordert von uns, dass wir aktiv auf die Stimmung der Mitarbeiter achten, wenn diese abweichend ist, ihnen bei ihren Problemen helfen und sie dazu ermutigen, wieder Elan zu zeigen. So können sie sorgfältig arbeiten und nach Standardverfahren vorgehen, um eine sichere Produktion zu gewährleisten. Kurz gesagt: Um die psychologischen Faktoren zu beseitigen, die die sichere Produktion beeinträchtigen können, muss man im Alltag dafür sorgen, dass eine Atmosphäre der sicheren Produktion entsteht. Dazu gehören beispielsweise das Anbringen auffälliger Sicherheitszeichen. Zudem sollten Partei, Regierung und Gewerkschaften gemeinsam daran arbeiten, sicherzustellen, dass es keine Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften sowie keine Unfälle gibt. Ebenso sollten Aktionen wie „Standard-Sicherheitsposten“ oder Schulungen zum Thema Sicherheit durchgeführt werden. Außerdem sollten Filme über Unfälle in der Produktion gezeigt werden sowie Fragen zur Sicherheit gestellt und Wettbewerbe im Bereich Sicherheitswissen veranstaltet werden. Die Ziele der sicheren Produktion werden durch die Schaffung einer starken Kultur der sicheren Arbeit erreicht.

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