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Zuerst die Themen, die man bewältigen kann, anschließend die, die schwieriger sind; zuerst die wichtigsten Kapitel mit den höchsten Punktzahlen, danach die weniger wichtigen Kapitel mit den niedrigeren Punktzahlen; zuerst die drei Fächer (Projektmanagement, Vorschriften, Praxis), die in allen Prüfungen geprüft werden, anschließend die Inhalte, die nur für dieses Fach relevant sind. Man muss lernen, ein Buch Schritt für Schritt zu durchgehen. Bei der Erstellung von Lehrmaterialien sollte man natürlich mit den Grundlagen beginnen und erst anschließend zum „Dach“ übergehen. Beim Lesen sollte man sich jedoch nicht daran halten – wenn für das Thema „Dach“ 10 Punkte vergeben werden und für die Grundlagen 3 Punkte, dann lese ich natürlich zuerst über das Dach und danach über die Grundlagen. Daher wird empfohlen, zunächst den Inhalt des „Baugesetzes“, des „Gesetzes über Ausschreibungen“, der „Vorschriften zur sicheren Arbeit“ sowie der „Vorschriften zur Qualitätskontrolle“ zu prüfen. Zum Beispiel umfasst die Garantievorschrift in den Vorschriften zur Qualitätsmanagement nur eine Seite, doch dafür werden etwa 3–4 Punkte vergeben. Auch Projektmanagement und praktische Aspekte werden geprüft; insgesamt ergibt sich so eine Punktzahl von rund 10 Punkten. Und das „Versicherungsgesetz“ – 8 Seiten lang, 1 Punkt im Test. Wozu sollte man sich das ansehen? Meine Empfehlung ist: Schaut es euch auf keinen Fall an – ratet einfach im Test drauflos.
Was die Kosten-Nutzen-Relation des Lernens angeht, muss man wie ein Geschäftsmann klug vorgehen. Jede Minute und jeder Sekunde muss dort verbracht werden, wo es Punkte gibt; an Orten ohne Punkte schaut man nicht hin, fragt nicht nach, überlegt nicht und beobachtet nicht. Man sollte sich auch an das 80/20-Prinzip erinnern: 80 Prozent der Punkte erzielt man in 20 Prozent der Zeit. Deshalb sollten die wichtigsten Kapitel, bei denen am meisten Punkte zu holen sind, zuerst gründlich verstanden werden. Der Schwerpunkt der Prüfung spiegelt sich unweigerlich in den Prüfungsfragen aus vergangenen Jahren wider. Also sollte man zunächst alle echten Prüfungsfragen auswendig lernen, um die Mindestpunktzahl zu erreichen. Wenn man diese Mindestpunktzahl hat und eine solide Grundlage besitzt, kann man ruhiger sein. Die restlichen 80 Prozent der Zeit kann man dann einfach nutzen, um Themen zu bearbeiten, die in den vergangenen Prüfungen noch nicht vorgekommen sind oder seltener gestellt wurden – das reicht bereits aus. Ein Punkt ist ein Punkt – wenn man ihn verliert, ist der Verlust nicht groß.
Einige Schüler sind der Ansicht, dass die Orte, an denen man bereits eine Prüfung bestanden hat, nicht unbedingt von Bedeutung sind. Andere sind der Ansicht, dass sich der Formulierer jedes Jahr ändert – das, was in den vorangegangenen Jahren im Vordergrund stand, muss nicht unbedingt auch in den kommenden Jahren so sein. Das ist übertrieben. Tatsächlich ist der Schwerpunkt jedes Kapitels in jedem Kurs immer objektiv. Nehmen wir beispielsweise die Vorschriften: Jeder, der ein wenig davon versteht, weiß, dass es immer auf die gesetzlichen Bestimmungen ankommt. In dieser Hinsicht macht es keinen großen Unterschied, ob ein Genie die Aufgaben stellt oder ein Schwein. Außerdem muss man davon ausgehen, dass die Qualität der Aufgabensteller zwar schlecht sein mag – aber immer noch besser als die von uns. Warum sonst sollte er die Aufgaben stellen und wir sie lösen müssen? Deshalb sollte man all seine Arbeit stets so gestalten, dass sie im Einklang mit den Anweisungen des Aufgabenstellers steht: Wohin der Aufgabensteller zeigt, dorthin soll man auch zielen; an Dingen, um die sich der Aufgabensteller keine Sorgen macht, sollte man sich ebenfalls keine Sorgen machen.