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Ein erfahrener Meister sagte, dass bei derselben Verarbeitungsmenge die Temperatur im Ofen bei Verwendung von Brenngas etwas höher sei als bei der Verwendung von Brennstofföl. Stimmt das? Welches Prinzip?
Möglich, schließlich gilt das auch hier: Bei unterschiedlichen Brennstoffen variiert die Menge an Rauchgas sowie die Temperatur
Ich möchte auch wissen, warum. Weiß das jemand?
Dazu können Sie sich den Heizwert ansehen – der Heizwert von Erdgas ist ziemlich hoch
Das bedeutet nur, dass der Heizwert des Gasgemisches höher ist als der des Ölgemisches. Heizwert: Die Menge an Wärme, die bei der vollständigen Verbrennung einer bestimmten Masse (oder eines bestimmten Volumens) an Brennstoff freigesetzt wird. Zwischen Wärme und Temperatur besteht folgende Beziehung: W = CM(To – T) (C: Spezifische Wärmekapazität des zu erwärmenden Objekts; M: Masse des zu erwärmenden Objekts; T: Anfangstemperatur des zu erwärmenden Objekts; To: Endtemperatur des zu erwärmenden Objekts). Bei derselben Verarbeitungsmenge sind C, M und T gleich, To hingegen hängt nur von der Wärme ab. Aber die Voraussetzung ist derselbe Verarbeitungsumfang, also dieselbe Brennstoffqualität; daher bestimmt der Heizwert in diesem Fall die Größe von To. Das bedeutet, dass bei derselben Verarbeitungsmenge die höhere Heizwert des Brennstoffs dazu führt, dass die Endtemperatur des zu erwärmenden Objekts höher ist.
Es liegt nicht am Punkt – meine Frage ist: Wenn T und To gleich sind, warum unterscheidet sich dann die Temperatur im Heizofen bei unterschiedlichem Brennstoff?
Bei der Wärmeübertragung in einem Strahlungsraum gibt es sowohl Strahlungswärmeübertragung als auch Konvektionswärmeübertragung. Dabei macht die Strahlungswärmeübertragung einen großen Anteil aus, während die Konvektionswärmeübertragung nur einen kleinen Anteil ausmacht. Die Strahlungswärmeübertragung hängt von festen Partikeln, dreiatomigen Gasen (Kohlendioxid, Wasserdampf), asymmetrischen zweiatomigen Gasen (Kohlenmonoxid) sowie mehratomigen Gasen ab ; Symmetrische Diatomgase (Sauerstoff, Stickstoff) haben keine Strahlungsfähigkeit. Maßgeblich sind vor allem feste Partikel sowie dreiatomige Gase (Kohlendioxid, Wasserdampf), wobei die Strahlungskraft der festen Partikel größer ist als die der dreiatomigen Gase. Flüssigkeitskraftstoffe erzeugen im Vergleich zu Gaskraftstoffen mehr feste Partikel. Das bedeutet, dass die Strahlkraft der Flammen bei flüssigen Brennstoffen größer ist als die Strahlkraft der Flammen bei gasförmigen Brennstoffen. Doch mit zunehmender Betriebsdauer bildet sich beim Verbrennen des Flüssigtreibstoffs leicht mehr Schmutz, wodurch die Wärmeübertragungseffizienz des gesamten Heizofens allmählich abnimmt.