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Analyse und Prognose der Angebot- und Nachfragesituation von MTBE sowie alkyliertem Benzin in unserem Land. MTBE ist ein Ester aus Isobuten und Methanol. Isobuten kommt hauptsächlich in Flüssiggas vor. Um die Herstellungskosten zu senken, wird in der Industrie das raffinierte C4, das Isobuten enthält, direkt mit Methanol in einer katalytischen Addition Reaktion gebracht. Anschließend werden das unveränderte C4 sowie Methanol getrennt, wodurch MTBE in Brennstoffqualität gewonnen wird. Diese Art von MTBE weist einen hohen Schwefelgehalt auf. Durch Vergleiche der Rohstoffe wurde festgestellt, dass der Schwefel im MTBE unter normalen Bedingungen vollständig aus dem Rohstoff C4 stammt. Die Rohstoffe für MTBE, nämlich das C4, haben verschiedene Herkünfte – hauptsächlich stammen sie aus dem C4-Anteil des Flüssiggases aus Anlagen zur katalytischen Krackung, Koksgewinnung sowie Ethylenherstellung. Das aus Ethylenanlagen gewonnene LPG mit C4-Gehalt wird im Produktionsprozess streng entswefelt. Bei LPG, das aus Katalytischer Kracking- oder Koksereianlagen stammt, liegt der Schwefelgehalt nach der Raffination und Entswefelung in der Regel bei über 20 ppm. Zudem erhöht sich der Schwefelgehalt im MTBE-Produkt weiter, nachdem C3 durch Gasdestillation entfernt wurde. Studien zeigen, dass sich der Schwefelgehalt beim Herstellen von MTBE aus entswefeltem LPG um das 3- bis 6-fache erhöht. Die Sulfide in MTBE-Produkten stammen hauptsächlich aus den C4-Rohstoffen, die bei der katalytischen Kracking- und Kokserzeugung gewonnen werden. Der Schwefelgehalt des aus gemischtem C4 hergestellten MTBE-Produkts schwankt derzeit stark und liegt in der Regel bei 80–200 ppm; in einigen Fällen erreicht er sogar Werte von 2000–3000 ppm. Bei der Umsetzung der Benzin-Norm „Standard 3“ kann die Schwefelkonzentration von MTBE in der Regel auf etwa 150 ppm gehalten werden, sofern bei der Desulfurierung von Flüssiggas eine strengere Verwaltung und Überwachung erfolgt. Doch da die nationalen Vorschriften bezüglich des Schwefelgehalts im Benzin immer strenger werden, müssen bei der Einhaltung der Emissionsstandards Level 4 und 5 der Schwefelgehalt im Benzin auf jeweils unter 50 ppm bzw. 10 ppm gesenkt werden. Mit den vorhandenen Technologien zur tiefgehenden Entschwefelung kann der Schwefelgehalt im Benzin auf diesen Wert gebracht werden. Doch die derzeitigen Technologien zur Entschwefelung von Flüssiggas ermöglichen es nicht, den Schwefelgehalt in MTBE auf unter 50 ppm zu senken – ein Wert von unter 10 ppm ist sogar noch schwieriger zu erreichen. Obwohl in unserem Land viele MTBE-Anlagen im Bau oder in Planung sind, werden die C4-Ressourcen im Inland künftig immer knapper sein. Daher wird die tatsächliche Auslastung der MTBE-Anlagen begrenzt sein. Gleichzeitig wird aufgrund der vielfältigen Quellen für C4-Ressourcen C4 mit niedrigem Schwefelgehalt immer seltener werden. Daher wird die Menge an MTBE, das den Anforderungen der Benzinstandards National 4 und National 5 entspricht, nicht sehr groß sein. Mit der stetigen Erhöhung der Standards für Kraftstoffe für Fahrzeuge sowie dem Rückgang des Schwefelgehalts wird die Nachfrage nach Technologien zur Herstellung von MTBE mit niedrigem Schwefelgehalt immer dringender – MTBE mit niedrigem Schwefelgehalt wird daher stark nachgefragt werden.
Die derzeitigen MTBE-Desulfurisierungstechnologien können Werte von etwa 10 ppm erreichen. Zudem hat, da die Menge an MTBE, die in Benzin eingemischt wird, begrenzt ist, ein nicht zu hoher Schwefelgehalt im Benzin keinen großen Einfluss.