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Ich arbeite mit dem AO-Verfahren für Bierabwässer und nutze dabei biologische Methoden zur Phosphatentfernung. Der Gesamtphosphatgehalt im Abwasser bleibt dabei stets im Normalbereich – beim Einlaufwert liegt er bei etwa 9, beim Auslaufwert bei etwa 2. In letzter Zeit ist der Auslaufwert jedoch auf über 4 gestiegen und lässt sich nicht senken. Die Entfernung von Schlamm erfolgt weiterhin normal. Die Konzentration des Einlaufwassers hat sich kaum verändert; nur der pH-Wert ist etwas höher, bei über 9. Könnte das daran liegen, dass die Temperaturen im Sommer hoch sind und dadurch der pH-Wert steigt – wodurch die Entfernungseffizienz sinkt? Oder liegt es daran, dass in der Hochsaison die Wassermenge zunimmt und die Zeit des aeroben Verweilens nicht ausreicht? Bitte helfen Sie mir, die Situation zu analysieren und herauszufinden, wie man sie lösen kann. Vielen Dank
Die Kontrolle von pH und Wassertemperatur ist zu streng; außerdem reicht der Sauerstoffgehalt nicht aus, wodurch die biologische Ph-Entfernung nicht effektiv erfolgt
Der pH-Wert wird zu hoch reguliert. Der pH-Wert im Phosphatentfernungsprozess sollte in der Regel zwischen 6,5 und 8,0 liegen. Ein zu hoher Wert kann die Aktivität der Phosphatabbaubakterien hemmen. Zudem ist die Kontrolle der Schlammhaltezeit bei der Phosphatentfernung sehr wichtig. Eine zu lange Schlammhaltezeit erschwert die Entfernung von Phosphat – dadurch wird das aufgenommene Phosphat wieder in das Wasser freigesetzt. Unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, den BOD-Wert zu senken, ist je kürzer die Schlammhaltezeit, desto besser