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Das Kind fragte den Vater: „Warum muss ich jeden Tag zur Schule gehen? Warum muss ich mich anstrengen, zu lernen?“ ”Im Gegensatz zu anderen Eltern sagte dieser Vater seinem Kind nicht einfach, dass es in der Schule viel lernen werde. Da er selbst Universitätsprofessor ist, hat er ein klares Verständnis für die heutigen Schüler. Auf die Kinder, die unter dem Lerndruck kaum noch atmen können, antwortete der Vater folgendermaßen:
Dieser Beitrag wurde zuletzt von cflt111 am 26.09.2016 um 18:53 bearbeitet. 01 Man kann seine eigene Kultur verbessern. Kind, hast du schon einmal von Neureichen gehört? Reiche Neureiche haben zwar viel Geld, doch das kann ihre Banalität, ihren Geldgier und ihre Grobheit nicht verbergen. Das liegt genau daran, dass sie nicht ordentlich zur Schule gegangen sind. Selbst wenn man viel Geld ausgibt, um sich mit Markenkleidung zu schmücken, kann das die Mängel nicht verbergen. Ein Mangel an kulturellem Bewusstsein bleibt immer eine innere Eigenschaft eines Menschen. Wenn du auf die Universität gehst, wirst du mit gebildeten und kultivierten Kommilitonen zusammen sein, Konzerte besuchen und Kunstausstellungen sehen. Deine kulturellen Kenntnisse, dein humanistisches Verständnis sowie deine moralischen Werte werden sich ständig weiterentwickeln. Von hier an hat man in Bezug auf die kulturellen Fähigkeiten bereits **diejenigen übertroffen, die keine gute Schulbildung erhalten haben – egal wie reich sie auch sein mögen.** An jenem Tag wirst du feststellen, dass auch diese beneidenswerten Neureichen deines Wissens und deines Geschmacks beneiden werden.
02 Bekanntschaften mit herausragenden Mitschülern schließen. Es heißt ja: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Liebes Kind, die Klassenkameraden und Freunde, die du in deiner Kindheit kennengelernt hast, werden zu einem wertvollen Schatz in deinem Leben sein. Ihre Bedeutung wird nur der deiner Angehörigen nachstehen. Der Aufstieg vieler großer Unternehmen ist heute das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen einer Gruppe von guten Freunden. Der Erfolg im Leben eines Menschen beruht nicht nur auf umfangreichem Wissen und Weitsicht, sondern in hohem Maße auch darauf, dass man eine Gruppe von herausragenden Gleichgesinnten um sich hat. Mit einer Gruppe von Mitschülern, die etwa genauso gut sind wie man selbst oder sogar besser, zusammenzuleben, hilft außerdem dabei, ein besseres Verständnis für sich selbst zu entwickeln. Du weißt nun, was dir gefällt und was nicht, was du gut kannst und was nicht, sowie welche Stärken und Schwächen du hast. Allmählich kommst du der Wahrheit über dich selbst immer näher. Im nächsten Moment ist man reif.
Durch das Lesen kommt man zu eigenen Erkenntnissen, anstatt sich allein auf eigene berufliche oder Lebenserfahrungen zu stützen, und wird auch nicht von den Ansichten der engstirnigen Gruppen um sich herum beeinflusst.
Das Lesen dient dem „Leben“ – es ist eine Lebensaufgabe.
Ein weiterer Punkt: Es ist ein relativ fairer Weg, um mit der Ungerechtigkeit in der Gesellschaft umzugehen – wenn man sich anstrengt, gut zu lernen
Lesen verändert einen von innen nach außen, Materie verändert einen von außen nach innen – die Richtung ist unterschiedlich, und dadurch ist das Leben auch unterschiedlich.
In der heutigen Gesellschaft ist die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein, ohne zu studieren, äußerst gering. Es ist nicht mehr wie zu Zeiten der ersten Reformen – damals reichte es bereits aus, den Verstand einzusetzen, um erfolgreich zu sein.