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Unter sogenannten gedanklichen Risiken versteht man, wie der Name schon sagt, solche Situationen, in denen das Bewusstsein der Menschen im Bereich der sicheren Produktion unsichere Tendenzen aufweist, was wiederum zu unsicheren Handlungen führt. Und potenzielle Denkgefahren sind unsichtbar; sie zeigen sich nicht in einer bestimmten Form wie übliche Unfallgefahren, sodass sie leicht entdeckt und beseitigt werden können. Zusammenfassend gibt es bei den Mitarbeitern und Führungskräften von Unternehmen neun potenzielle Sicherheitsrisiken. 1. Formalismus als Schau – Die Sicherheitsarbeit wird als bloße Show betrachtet. Bei der Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen wird nur auf das Äußere geachtet; es kommt zu mangelhafter Umsetzung und ungenügender Durchsetzung. Der Fokus liegt auf der Form statt auf dem Prozess. Dadurch wird bei den Mitarbeitern ein falsches Verständnis von Sicherheit erzeugt, und ihr Sicherheitsbewusstsein wird geschwächt. 2. Effizienz vor Sicherheit – Die Sicherheit wird in den Hintergrund gedrängt. Normalerweise wird die Sicherheit an erster Stelle gesetzt. Doch wenn es zu einem Konflikt zwischen Sicherheit und Produktion bzw. Effizienz kommt, wird meist die Produktivität Vorrang eingeräumt. Dadurch wird die Sicherheit zu einer leeren Floskel. 3. Lähmende Nachlässigkeit und Entspannung bei der Sicherheit – Man geht davon aus, dass die Sicherheitslage stabil ist, und kann daher „aufatmen“. Keine Unfälle bedeuten nicht Sicherheit – die Zündfunken für Unfallgeschehen werden oft unversehens entfacht. Was die Sicherheit angeht, muss man stets wachsam bleiben. Lähmende Gedanken und nachlässige Stimmungen sind stets die größten Gefahren. 4. Hoffnung auf Glück statt Aufmerksamkeit für die Sicherheit: Im Alltag hat jeder Erfahrung damit, dass man nach längerer Arbeitszeit leicht nachlässig wird – aus Angst vor Umständen oder um Zeit zu sparen. Diese Einstellung lässt oft zu, dass potenzielle Gefahren entstehen können. 5. Niedrige Qualifikationen und mangelndes Verständnis für Sicherheit Derzeit ist das allgemeine Bildungsniveau der Arbeitnehmer weiterhin niedrig, wodurch ihre Fähigkeit, Sicherheitskenntnisse zu erlernen, eingeschränkt ist. Viele Mitarbeiter können das Gelernte nach der Ausbildung nicht anwenden, und es ist allgegenwärtig, dass sie nur oberflächliches Wissen über Sicherheitskonzepte und -regeln haben. 6. Der Streben nach Profit auf Kosten der Sicherheit: Obwohl viele Arbeitnehmer wissen, dass „Sicherheit an erster Stelle steht, Prävention im Vordergrund liegt und ohne Sicherheit keine Produktion möglich ist“, ignorieren sie diese Grundsätze dennoch, wenn Sicherheit und Produktion miteinander in Konflikt geraten oder wenn es zu Widersprüchen zwischen Sicherheit und Lohn eintritt. In solchen Fällen setzen einige Arbeitnehmer die Produktion trotz der Gefahren für die Sicherheit fort. 7. Psychologische Minderwertigkeitsgefühle und Gleichgültigkeit gegenüber der Sicherheit: Obwohl die Einkommen der Unternehmenangestellten sich verbessert haben, hat sich ihr Status dennoch nicht wesentlich erhöht. Die Mitarbeiter selbst sind der Ansicht, dass die Sicherheit eine Aufgabe der Führung ist – eine Aufgabe einiger weniger Vorreiter – und dass sie damit nicht viel zu tun haben. 8. Doppelzüngigkeit und Fehlverständnis bezüglich der Sicherheit: In den Köpfen einiger Mitarbeiter sind falsche Vorstellungen tief verankert. Sie glauben, dass „gelegentliche Verstöße gegen die Vorschriften“ unvermeidlich seien. Solange nichts passiert, ist das in Ordnung – wenn man nicht erwischt wird, handelt es sich schließlich nicht um einen Verstoß. 9. Der Empirismus schadet der Sicherheit. Im Berufsleben ist er zwar nützlich, doch ihm fehlt die Fähigkeit, Probleme individuell anzugehen. Statt dessen versucht man, die gleichen Methoden wie in der Vergangenheit anzuwenden – dabei werden neue Technologien und Umstände ignoriert, was letztendlich zu Fehlern führt. Zusammenfassend: Gedanken leiten die Handlungen, die Einstellung entscheidet über alles. Gegen diese ideologischen Probleme müssen entschlossene Maßnahmen ergriffen werden, um die Aufklärung zu verstärken, das Bewusstsein zu schärfen und die ideologischen Probleme zu lösen. Nur wenn die ideologischen Probleme gelöst sind und das Bewusstsein gesteigert wurde, kann man dies auch in Handlungen umsetzen. Wenn die verborgenen Probleme im Denken nicht gelöst werden, kann eine sichere Produktion nur leeres Gerede sein.
Sicherheit ist von größter Bedeutung – doch im Alltag wird ihr oft nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt
Tatsächlich sind Sicherheitsprobleme Gedankenprobleme. Wenn die Gedankenprobleme gelöst werden, folgen automatisch auch die Lösungswege für die anderen Probleme sowie die notwendigen Korrekturen
Es gibt Probleme: Es fehlt an Sicherheitsbewusstsein; die Sicherheit wird in der gesamten Arbeit nicht berücksichtigt.
Wenn ich beschäftigt bin, kümmere ich mich nicht mehr um die Sicherheit;P
Diesen Punkt des Thread-Besitzers sollte man an die Wand schreiben
Egal wie gut und umfassend das System auch ist – wenn es nicht umgesetzt wird, nützt es nichts. Der Schlüssel liegt in der Umsetzungskraft, einschließlich der Führungskräfte und der Mitarbeiter auf der Basisebene.