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Diesen Beitrag hat zuletzt dlutyj am 11.12.2016 um 14:23 bearbeitet. Wie allgemein bekannt ist, sind in der heutigen Pharmaindustrie extrem teure Medikamente an der Tagesordnung. Die Zeit, in der jeder sich leisten konnte, krank zu werden, liegt längst hinter uns. Es ist heute nichts Ungewöhnliches mehr, dass ein Medikament Hunderttausende von Dollar kostet. Doch vor Kurzem stellte die Website MoFan fest, dass ein asiatischer Schüler in Australien aufgrund seines großen Interesses an Chemie – mit Hilfe seines Lehrers – es schaffte, ein Medikament herzustellen, das in den USA 110.000 Dollar kostet. Das Erstaunliche daran: Die Herstellungskosten lagen lediglich bei 20 Dollar. Diese Nachricht löste in kurzer Zeit große Aufregung sowie Kritik an der Ethik der Pharmakonzerne aus. An dieser Stelle wird Ben Dui nun für Sie die Fakten bezüglich der Vergangenheit von Dapirin zusammenfassen. Die organische Synthese von Dapirin begann in einem Labor im Jahr 1952. Im Jahr 1953 wurde das Medikament schließlich auf den Markt gebracht – als Mittel gegen Malaria. Später wurde es zu einem wichtigen Medikament zur Behandlung von AIDS-Patienten. Da seitdem viel Zeit vergangen ist und die Patentschutzfrist längst abgelaufen ist, wurde Dapirin von der WHO in die Liste der Grundmedikamente aufgenommen. Man fragt sich sicherlich, warum solche Grundmedikamente trotzdem so teuer sind. Lassen Sie mich Ihnen das erklären: Eigentlich sollte der Preis von Dapirin günstig sein. Doch im Laufe seines chemischen Herstellungsprozesses wechselten die Vertriebsrechte mehrfach den Besitzer. Schließlich gelangten diese Rechte in die Hände des amerikanischen Unternehmens Tulane. Tulane erwarb die Vertriebsrechte zu sehr hohen Kosten. Natürlich wollte das Unternehmen diese Kosten wieder hereinholen – doch leider erhöhte es den Preis um das Fünffache. Dies löste bei der amerikanischen Öffentlichkeit starke Unzufriedenheit aus. Heutzutage werden immer mehr Wirkstoffe mit einzelliger Wirkweise oder gezielte Medikamente zu Produkten, die von Pharmaunternehmen zu hohen Preisen verkauft werden. Angesichts der oft riesigen Forschungs- und Entwicklungskosten ist es durchaus verständlich, dass die Pharmaunternehmen diese Kosten durch hohe Preise wieder hereinholen wollen. Doch dadurch wird die Last für die Bürger natürlich erhöht.
Wie sehr wird im Ausland die Kreativität junger Menschen unterstützt!
Deshalb muss man einerseits die Forschung und Entwicklung unterstützen und andererseits das Kopieren dulden. Man muss beides in Angriff nehmen – beide Ansätze müssen stark sein!