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Was die Vorspannung von Wälzlager betrifft, gibt es einige Fragen: Muss bei der Montage aller Lager eine Vorspannung vorgenommen werden? Ich habe gesehen, wie Schlosser Lager montieren – beispielsweise beim 7314B-Lager wurde dieser Schritt nicht durchgeführt. Außerdem: Warum wird in den Büchern immer von axialer Vorspannung gesprochen und nicht von radialer Vorspannung? Zwar besteht ein Zusammenhang zwischen der axialen und radialen Spielweite, gilt dieser Zusammenhang aber auch nach der Vorspannung noch? Immerhin sind die meisten unserer Pumpen Horzpumpen, oder? Mal heißt es, die Lager benötigen Spiel, mal wieder soll eine Vorspannung ein negatives Spiel erzeugen – warum gibt man dann bei der eigentlichen Herstellung kein Spiel?
Aufgrund des Spielraums in Wälzlagern bewegen sich unter Last die Innen- und Außenschalen relativ zueinander. Dies verringert die Steifigkeit des Lagers, was wiederum zu radialen und axialen Schwingungen der Welle führt. Dadurch wird die Arbeitsgenauigkeit sowie die Lebensdauer der Maschine beeinträchtigt. Um diese Vibrationen zu verringern, wird bei hochpräzisen und schnellen Maschinen zur Montage von Rollenlagern oft die Methode der Vorspannung angewandt. Dabei wird dem Lager bereits bei der Montage eine bestimmte Last aufgebracht – entweder radial oder axial – um den ursprünglichen Spielraum des Lagers zu beseitigen. Zudem kommt es durch diese Belastung zu einer elastischen Deformation des Lagerkörpers sowie der Innen- und Außenringe. Dadurch wird verhindert, dass während der Betriebszeit eine relative Bewegung zwischen den Innen- und Außenringen auftritt. Nicht alle Lager müssen vorgepresst werden.
Wir Schlosser lassen in der Regel einen axialen Spielraum von 0,1 mm