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In der chemischen Analyse, die im Zertifikat für die Eignung des Plattenmaterials angegeben ist, sind die Anteile der Elemente geringer als die vom Standard geforderten Werte. Ist ein solches Material geeignet? Zum Beispiel enthält die Q345R-Norm GB713-2014 eine chemische Zusammensetzung aus 13 Elementen, während im Materialzertifikat nur 8 aufgeführt sind. Ist ein solches Materialzertifikat geeignet? Warum hat der Stahlwerk nicht die Gehalte aller Elemente gemäß den Standards angegeben? Wie soll man mit dieser Situation umgehen? Muss die chemische Zusammensetzung erneut überprüft werden?
Normal, auch die Falschangaben bezüglich des Gehalts an Elementen sind in Ordnung
Dieser Beitrag wurde zuletzt von qugd am 13.4.2016 um 21:42 bearbeitet. In den Materialnachweisen werden in der Regel nur die wichtigsten oder entscheidenden Elemente aufgeführt. Falls eine Analyse von Elementen erforderlich ist, die ungewöhnlich sind oder in geringen Mengen vorkommen, fallen zusätzliche Kosten an. Diese Analyse der Elementzusammensetzung dient dazu, zu bestätigen, ob es sich um Legierungsstahl oder Edelstahl handelt. Falls keine vollständige Analyse erforderlich ist, sind die Analyseergebnisse der wichtigsten oder entscheidenden Elemente in der Materialbeschreibung in Ordnung. Außerdem gilt: Wenn die Zusammensetzung aus einem oder mehreren Elementen in einem bestimmten Bereich liegt, dann gelten auch die niedrigsten Werte, die durch die Analyse ermittelt werden, nicht als nicht konform. Solange der Gehalt innerhalb des in den Standards festgelegten Bereichs liegt, ist alles in Ordnung. Es sei denn, der Kunde verlangt vor der Bestellung ausdrücklich, dass der Gehalt an einem oder mehreren bestimmten Elementen im genannten Material mindestens einen bestimmten Wert nicht unterschreitet. Für Lieferanten von Materialien für einige weltberühmte Marken werden die in den Standards festgelegten Mittelwerte möglicherweise streng eingehalten, doch die Preise können im Vergleich zu anderen Marken deutlich höher sein.
In der Materialzertifizierung werden die wichtigsten oder entscheidenden Elemente aufgeführt. Sollten zusätzlich noch Spurenelemente enthalten sein, müssen diese im Materialdokument angegeben werden. Es gibt klare Vorgaben dafür, und die großen Stahlwerke befolgen diese Vorgaben stets.
Einige Elemente sind normalerweise kontrollierbar und beeinflussen die Eigenschaften des Materials nicht. Im Allgemeinen reichen es aus, wenn die wichtigen Kennwerte im zulässigen Bereich liegen. Bei den Materialien für Druckbehälter muss man besonders sorgfältig vorgehen; bei den anderen Materialien gilt das nicht in demselben Maße.