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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chen Wentao am 27.11.2016 um 21:54 bearbeitet und gelöscht
Im Zuge der umfassenden Wartungsarbeiten im Jahr 2010 kam es in einem Destillationskolben zu einer Selbstentzündung von Schwefelwasserstoff. Nimm mir einen Platz auf der Couch weg, morgen erzähle ich alles im Detail!
Es scheint, als gäbe es Leitungen, durch die keine Luft strömen kann
Das bei den Stilllegungsarbeiten aus dem Heizofen entfernte Eisensulfid entsteht natürlich
Der Typ mit der Sulfursäure-Verbrühung, der arme Kerl!
Ich liege immer noch im Krankenhaus – mein Leben ist ruiniert. Zu leben bedeutet für mich nur, durchzuhalten. Früher war ich sehr attraktiv, aber jetzt bin ich nicht einmal so attraktiv wie ich es früher war
Erzählen Sie mir von einem, dem ich begegnet bin. Es gab weder Brände noch Explosionen, aber es war dennoch sehr gefährlich. Ein Reaktor in einer Petrochemiefabrik – als Reaktionsmaterial dienen hier Rohstoff A sowie 200 Tonnen komprimierte Luft pro Stunde. Die Sauerstoffsättigung im Reaktor muss streng kontrolliert werden; normalerweise liegt sie bei etwa 3,5 %. Dieses Mal stieg sie plötzlich auf 5 % an – und weiter an. Obwohl es ein Notstopp-System gibt, bestand die Gefahr eines Ausbruchs. Die Kraft eines solchen Ausbruchs ist unvorstellbar. Der Bediener meldete sich umgehend beim Teamleiter und verringerte gleichzeitig die Zufuhr von Luft. Doch das reichte bei weitem nicht aus. Als der Teamleiter eintraf, öffnete er sofort manuell die Zufuhr von A – erst dadurch sank die Sauerstoffsättigung wieder. Die Krise wurde bewältigt, und ein Stillstand konnte vermieden werden – schließlich beträgt der Schaden bei jedem Stillstand mehr als zehn Millionen. Daher ist die Rolle des Gruppenleiters wirklich sehr wichtig. Die Minuten vor einem Unfall sind die beste Zeit, um darauf zu reagieren. Wenn es in dieser Zeit einen fähigen Gruppenleiter gibt, der rechtzeitig und richtig handeln kann, dann kann das von keinem späteren Vorgesetzten mehr ausgeglichen werden. Als ich von dem Unfall in eurer Destillierkolonne hörte, wäre dieses Anlagensystem wohl ruiniert gewesen, wenn der Teamleiter nicht richtig reagiert hätte. Ich würde gerne genauer nach eurer Behandlung in Destillationskolonnen fragen. Destillationskolonnen sind zwar recht verbreitet, aber ich kenne mich nicht so gut mit der Bewältigung von Unfällen damit aus. Abgesehen von den Bedienungen in der Kontrollkammer, der Zufuhr von Stickstoff unter Überdruck und der Kühlung mit Feuerlöschwasser von außen – wie geht ihr mit dem Brandherd um? Was ist die Ursache des Brandes? Hoher Turndruck, Ausströmen von Material, oder wurde er durch statische Elektrizität verursacht?
Bei Leckagen in Destillationskolonnen kommt es zu Bränden. Ich kenne nur Fälle, in denen der Brand durch natürliche Ursachen entstand, oder durch Blitzeinschläge. Von Bränden, die durch statische Elektrizität ausgelöst wurden, habe ich zwar gehört, aber noch nie selbst erlebt
Je größer die Anlage ist, desto größer ist die Bedeutung der Führungskräfte vor Ort (Leitoperator, Teamleiter, Techniker, Werkleiter). Schließlich müssen im Falle eines Unfalls sofort Entscheidungen getroffen werden – daher ist eine starke Fähigkeit zur Anpassung an unerwartete Situationen unerlässlich. Doch oft sind die Menschen aus dieser Schicht nach einem Unfall die Hauptverantwortlichen, was langfristig ihre Arbeitsmotivation erheblich beeinträchtigt. In schweren Fällen führt dies zum Abgang von Mitarbeitern und zu noch größeren Risiken.