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【Analyse eines Unfallfalls】Unfall mit Verletzten bei dem Demontieren einer Kondensölpumpe in einer Petrochemieanlage

2016-10-21View Original

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Unfall bei dem Demontieren der Kondensölpumpe in einer Petrochemiefirma – Todesopfer unter den Arbeitern | Fallstudie, erstellt am 20.10.2016 von „Team Safety“. Verlauf des Unfalls: Am 27. Juli 1998 erhielt die Schlossergruppe Nummer 6 in der Reparaturwerkstatt einer Petrochemiefirma den Auftrag zur Wartung der Anlagen. Am Nachmittag des 31. Juli führte Wang XX zusammen mit Dai XX und Li XX die Demontage der Bolzen der großen Abdeckung der Kondensölpumpe durch. Nachdem die Bolzen entfernt worden waren, ging Dai XX zum Ostfenster, während Li XX zum Südfenster ging. Anschließend entfernten Wang XX, Ji XX sowie zwei Kräne den Pumpenkörper, bei dem die Bolzen bereits entfernt worden waren. Gegen 16:05 Uhr, als der Pumpenkörper aus dem Pumpengehäuse gezogen wurde, spritzte eine große Menge an Kondensöl (hauptsächlich flüssige Kohlenwasserstoffe und Benzin) aus dem Gehäuse heraus. Dadurch wurde der etwa 71 kg schwere Pumpenkörper seitwärts geschleudert – in eine Entfernung von 1,4 Metern vom Pumpengehäuse. Dadurch wurden die vier Arbeiter, die auf beiden Seiten der Pumpe arbeiteten, zu Boden geworfen. In einem Augenblick wurde die Pumpstation von weißem Nebel umhüllt. Dai XX und Li XX, die am Fenster standen, rannten zur Tür und verließen so die Pumpstation. Nachdem er anstelle von ×× losgelaufen war, berichtete er dem Schlosser Ye××, der draußen vor der Pumpstation war, über die Situation. Ye×× eilte sofort in den Betriebsraum für die katalytische Verarbeitung in Abteilung I, um Alarm zu schlagen. Als Zhang XX, der neue Leiter der zweiten Katalyse-Gruppe, von dem Vorfall erfuhr, eilte er sofort zum Unfallort. Dort stellte er fest, dass in dem Raum mit den Kühlpumpen eine große Menge an Flüssiggas ausgetreten war. Er kehrte in die Steuerungskabine zurück, holte sich ein Atemgerät und setzte es auf. Anschließend betrat er wieder den Raum mit den Kühlpumpen. Dabei stellte er fest, dass von der dritten Pumpe aus Gas austrat. Er schloss daraufhin manuell die Eingangsventile der Pumpe. Zhang XX organisierte gemeinsam mit Wang XX, dem Sicherheitsbeauftragten der Raffinerieabteilung, sowie den zuständigen Führungskräften aktiv die Rettungsarbeiten. Die ersten vier Betroffenen starben aufgrund von Rettungsversuchen, die nicht erfolgreich waren – sie erstickten an den Giftstoffen. Der direkte wirtschaftliche Schaden betrug 390.400 Yuan. Ursachenanalyse des Unfalls (1): Die Wartungskräfte haben die Wartungsausrüstung nicht vom Produktionsanlagensystem getrennt, keine Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und auch keine Inspektion vor Ort durchgeführt. Stattdessen begannen sie blind mit den Wartungsarbeiten, was zum Unfall führte. (2) Vor der Wartungsarbeiten hat der Sicherheitsbeauftragte der Raffinerieabteilung I ohne Anweisung der Leitung dieser Abteilung, ohne den Stromkreis der Pumpe abzuschalten, ohne das Gerätsystem zu trennen, ohne das Kondensat in den Leitungen abzulassen sowie ohne eine Prüfung durch Fachkräfte vor Ort, eigenmächtig eine „Genehmigung für sicheres Arbeiten (Demontage)“ ausgestellt. Das ist die Hauptursache für den Unfall. (3) Der Raum der Pumpe ist eng und die Belüftung schlecht ; Vor dem Eingang zur Pumpstation steht ein Gabelstapler, der den Weg blockiert und so die Durchfahrt in die Pumpstation erschwert. Dies stellt eine Hindernis für die Flucht der Mitarbeiter sowie für Rettungsarbeiten dar. Lektionen aus Unfällen (1): Bei der Wartung von Geräten muss das „Wartungssystem für Geräte“ streng eingehalten werden. Die Herstellungs- und Wartungseinheiten müssen ihre Aufgaben gegenseitig übergeben, und erst wenn die Situation vollständig klar ist und alle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, kann mit der Wartung begonnen werden. (2) Bei Wartungsarbeiten an Orten, an denen gefährliche Stoffe vorhanden sind und die außerdem eng und schlecht belüftet sind, müssen zusätzliche Maßnahmen zur Erzwingung einer guten Belüftung ergriffen werden. An Orten mit Brand- und Explosionsgefahr müssen außerdem explosionsgeschützte Maßnahmen getroffen werden. Die Wege am Arbeitsplatz müssen stets frei sein. (3) Der Unfall hat außerdem Schwachstellen in der Verwaltung der „Wartungsgenehmigungen“ im Werk aufgezeigt. Zudem wurde deutlich, dass ein Teil der Arbeiter – einschließlich der Manager und der Sicherheitskräfte vor Ort – über ein geringes Sicherheitsbewusstsein sowie unzureichende Kenntnisse in Sachen Sicherheitstechnik verfügen und eine geringe Verantwortungsbereitschaft zeigen. Daher sollten Schulungen verstärkt werden; Personen, die diese nicht erfolgreich absolvieren, dürfen nicht arbeiten.

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