Thread Content
Kürzlich ein Buch über die Mehrfach-Destillationskolonne. Im Buch stand folgender Satz: ; Durch Erhöhung des Betriebsdrucks in der Destillationskolonne steigt der Anteil der leicht flüchtigen Bestandteile in den schwer flüchtigen Produkten am Kolonnensumpf. Kann mir vielleicht ein Freund helfen, das zu erklären?
Der Druck im Turm steigt, die relative Verdampfungsrate sinkt, wodurch der Anteil der leichteren Komponenten am Boden des Turms zunimmt
Nach dem Raoult’schen Gesetz erhöht sich bei einer Erhöhung des Betriebsdrucks der Anteil der leicht flüchtigen Bestandteile in der Flüssigphase, damit ein Phasengleichgewicht erreicht werden kann.
Wenn der Druck zunimmt, steigen auch die Partialdrücke. Dadurch erhöht sich der Siedepunkt. Die leichteren Bestandteile können nicht so leicht verdampfen, wodurch der Anteil dieser Bestandteile im Material am Boden des Turms zunimmt.
Konkret kann der Originalautor den Abschnitt zur Destillation in den Lehrbüchern der Chemietechnik genauer anschauen.
Dafür muss eine Voraussetzung erfüllt sein: Der Druck im Turm muss zunehmen, während alle anderen Bedingungen unverändert bleiben – beispielsweise darf die Wärmelast am Boden des Turms nicht zunehmen und der kühle Rückfluss an der Oberseite des Turms nicht abnehmen.
Schau nochmal! Tatsächlich habe ich „Erhöhung des Betriebsdrucks“ als „Erhöhung des Unterdrucks“ verstanden. Mehr als zehn Jahre seit dem Abschluss – und ich muss wieder mit dem Studium der Destillation beginnen.
Man kann es so betrachten: Durch die Erhöhung des Drucks im Turm können die leichteren Komponenten nicht mehr destilliert werden – sie bleiben somit im schwereren Material am Boden des Turms zurück
Der Druck im Turm nimmt zu, die relative Verdampfungsfähigkeit sinkt – dadurch wird es schwierig, die leicht verdampflichen Bestandteile voneinander zu trennen. Das hat wohl damit zu tun, haha