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In letzter Zeit sind der Ammoniakgehalt sowie die Härte des Grauwassers während der Tagschichten immer höher, während sie in den Nachtschichten niedriger sind. Es wird darüber nachgedacht, ob dies damit zusammenhängt, dass bei jeder Nachtschicht etwa 100 t Kohle verwendet werden – die Kohlestücke sind dabei relativ groß, wodurch ihre Korngröße nach der Mahlung ebenfalls groß bleibt. Ich frage hiermit alle um Rat
Ich persönlich denke, dass die Qualität des Grauwassers kaum etwas mit der Korngröße des Kohlepulvers zu tun hat. Hauptgründe: 1. Wenn Sie eine Walzermühle für Kohle verwenden, ändert sich die Feinheit des Kohlepulvers nicht mit der Qualität der Kohle. Denn die gewünschte Größe der Kohlepulverkörner wird im Voraus festgelegt. Große Kohlepulverkörner werden in die Mühle zurückgeführt, um erneut zerkleinert zu werden. Wenn die Körner zu groß sind, werden sie zusammen mit dem Kohleabfall aus der Mühle ausgeschieden. Dadurch ändert sich also die Größe der Körner nicht. 2. Selbst wenn sich die Größe der Kohlepulverpartikel ändert, hat das nur geringe Auswirkungen. Die Asche, die im Gasifizierungsofen entsteht, besteht aus größeren Partikeln – das sind die Schlacke – und kleineren Partikeln – das ist die Asche. Wenn die Kohlepulverpartikel relativ größer sind, entsteht also mehr Schlacke. Dadurch ist der Anteil an Asche im Wasser relativ geringer. Wie können dann der Ammoniakgehalt sowie die Härte des Wassers zunehmen? Außerdem bezeichnet der Ammoniakgehalt den Stickstoff in dem Abwasser, der in Form von freiem Ammoniak (NH3) und Ammoniumionen (NH4+) vorliegt. Die Gesamthärte hingegen gibt die Konzentration der Kalzium- und Magnesiumionen im Abwasser an. Solange sich die Art des Kohles nicht ändert, bleiben auch diese Werte konstant. Meiner Meinung nach liegt das Problem also bei der Handhabung: Ein hoher Ammoniumgehalt könnte darauf hindeuten, dass N2 zugesetzt wurde; ein hoher Gesamthärtegrad könnte darauf zurückzuführen sein, dass zu wenig Laugen zugefügt wurden, wodurch der pH-Wert sinkt.
Ich bin auch der Ansicht, dass die Qualität des Grauwassers kaum etwas mit der normalen Korngröße des Kohlebreis zu tun hat, sondern eher mit den Reaktionen im System sowie der Struktur des Abkühlraums zusammenhängt. Außerdem haben Schlüsselstoffe und Flockungsmittel den größten Einfluss. Ich habe die Ansicht, dass das Wasser eine gute Qualität hat, solange es gut gefloktet ist und der Feststoffgehalt gering ist.
Vielleicht habe ich mich nicht klar ausgedrückt: Ich vermute, dass sich durch Veränderungen in der Korngrößenverteilung des Kohlebreis die Reaktionen im Ofen verändern, was wiederum die Wasserqualität beeinflusst.