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Bei der SCR-Deoxidation von Kesselabgasen: Welchen Einfluss hat SO2 in den Abgasen auf den Katalysator – und welche Schutzmaßnahmen gibt es? ? ?

2016-11-04View Original

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Die SCR-Methode wird zur Entstickung von Rauchgasen verwendet. Doch im Rauchgas ist SO2 enthalten. Welche Auswirkungen hat das SO2 im Rauchgas auf den SCR-Katalysator? Was sind die Schutzmaßnahmen? ? Danke an alle, dass Sie mir geholfen haben
Reply #22016-11-07
Bei niedrigen Temperaturen reagiert SO2 mit Ammoniak zu Schwefelsäure, die sich an der Oberfläche des Katalysators ablagert. Dadurch können die Poren des Katalysators verstopft werden oder die aktiven Oberflächenstellen werden bedeckt – der Katalysator wird dadurch inaktiv
Reply #32016-11-17
Einfach ausgedrückt: Schwefel führt dazu, dass der Katalysator vergiftet und inaktiv wird. Deshalb muss zunächst der Schwefel entfernt werden, bevor die Gase in den SCR geleitet werden können. Dabei ist auf die Temperatur zu achten, bei der die Schwefelentfernung stattfindet – bei der feuchten Methode liegt diese Temperatur niedriger. Bevor die Gase in den SCR gelangen, muss in der Regel die Temperatur der Abgase erhöht werden. Bei der trockenen Methode hingegen muss zunächst der Staub entfernt werden
Reply #42017-01-16
Bei der Denitrifikation mit SCR kann man nicht zuerst die Schwefelentfernung durch Waschen durchführen. Nach dem Waschen sinkt die Temperatur der Abgase stark. Wenn man sie anschließend wieder auf 300 Grad erhitzen will, um die Denitrifikation durchzuführen, ist das energieintensiv. In der Regel wird zunächst die Denitrifikation mit SCR durchgeführt und danach die Schwefelentfernung mittels Waschen. Wenn die Temperatur der Abgase über 350 Grad liegt, verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass Ammoniumbigsulfat entsteht. Natürlich hängt das auch vom Typ des Katalysators ab – es sollte ein SCR-Katalysator verwendet werden, der SO2 so wenig wie möglich in SO3 umwandelt. Ammoniumbigsulfat entsteht hauptsächlich durch die Reaktion von SO2, das in SO3 umgewandelt wurde, mit Ammoniak; Oder man führt zunächst eine trockene oder halbtrockene Schwefelentfernung durch, gefolgt von einer SCR-Entstickung. Auf diese Weise sinkt die Temperatur der Abgase nach der Schwefelentfernung nicht stark, und es ist dennoch möglich, die Stickoxide zu entfernen
Reply #52019-11-18
Derzeit wird in der Regel eine trockene Schwefelentfernung verwendet, wodurch die Temperatur der Abgase nur geringfügig sinkt. Anschließend wird eine SCR-Technologie bei mittleren bis niedrigen Temperaturen zur Stickstoffentfernung eingesetzt. Es ist vorteilhaft für die Energieeinsparung, doch das Problem ist, dass die Produkte der trockenen Schwefelentfernung schwer zu behandeln sind.

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