Thread Content
Welchen Einfluss hat eine Veränderung der Zusammensetzung des Prozessgases auf den Kompressor? Während des Betriebs einer inländischen Anlage zur Herstellung von Methanol mit einer Kapazität von 300.000 Tonnen lag das Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff im Frischgas bei 1,93, während dieses Verhältnis im Gas, das in den Reaktor gelangte, bei 3,1 lag. Es wird eine Erhöhung des Wasserstoff-Kohlenstoff-Verhältnisses gefordert, um die Bildung von Fuselalkoholen zu verhindern. Der Hersteller antwortete, dass mit den Schublagern der Kompressoren ein Problem vorliege; eine Erhöhung des Wasserstoff-Kohlenstoff-Verhältnisses würde die Belastung der Kompressoren so erhöhen, dass diese sie nicht mehr aushalten könnten.
Eine Erhöhung des Wasserstoff-Kohlenstoff-Verhältnisses führt zu einer Verringerung der Molekülmasse des synthetisierten Frischgases. Um dasselbe Kompressionsverhältnis beizubehalten, ist eine höhere Drehzahl des Kompressors erforderlich. Dadurch werden die Schublagern größere Belastungen ausgesetzt. Wenn mit den Schublagern etwas nicht in Ordnung ist, ist dies tatsächlich nicht machbar. Allerdings könnt ihr in der Produktion versuchen, die Drehzahl des Kompressors zu erhöhen, um zu sehen, wie sich die Temperatur der Schublagern verändert
Wasserstoff-Kohlenstoff-Verhältnis, Dichte der indirekt reagierenden Gase, Dichtebereich für die Kompressorkonstruktion, Verdichtungsverhältnis. Diese Daten werden den Prozessmitarbeitern nicht mitgeteilt, da es sich um streng geheime Informationen handelt. Auch das Abstürzen des Kompressors aufgrund von Vibrationen ist natürlich normal.
Das Wasserstoff-Kohlenstoff-Verhältnis beeinflusst die durchschnittliche Molekülmasse des Synthesegas. Durch das niedrige Wasserstoff-Kohlenstoff-Verhältnis ist die durchschnittliche Molekülmasse des Synthesegas erhöht (die Dichte des Gases pro Volumeneinheit steigt). Dadurch erhöhen sich der Massenstrom im Kompressionsbereich sowie in den Kompressoren. Wenn die Drehzahl der Kompressoren konstant bleibt, muss die Turbine mehr Energie aufwenden, um das Synthesegas zu komprimieren und im Kreislauf zu halten. Dies führt zu einer höheren Belastung der Turbine, zu einem erhöhten Verbrauch an Antriebsdampf sowie zu einer größeren axialen Kraft auf die Turbine. Natürlich ergeben sich dadurch auch höhere Anforderungen an die Lagersysteme.