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Warum wird bei der Hydrokracking-Verfahren Wasser zugeführt? Bei welcher Temperatur und unter welchem Druck kristallisieren welche Stoffe aus?
Der Zweck der Wassereinspritzung im Reaktionsystem besteht darin, die aus den Reaktionsprodukten entstehenden Ammoniumsalze zu entfernen. Diese Ammoniumsalze beeinträchtigen sowohl die Wärmeübertragung als auch die Leitungen – dadurch steigt der Druck im System an, was eine sichere Betriebsweise der Anlage erschwert. Die aus den Reaktionsprodukten entstehenden Ammoniumsalze gibt es in zwei Arten: Bei einem handelt es sich um NH4Cl, dessen Kristallisationstemperatur bei 180–200 °C liegt; beim anderen handelt es sich um NH4HS, dessen Kristallisationstemperatur bei 150 °C liegt. Aufgrund unterschiedlicher Kristallisationstemperaturen findet die Ausfällung im System an verschiedenen Stellen statt. NH4Cl kristallisiert in der Regel in den letzten beiden Wärmetauschern aus, während NH4HS in der Regel bei der Hochdruck-Luftkühlung ausfällt. Dazu werden an den verschiedenen Stellen, an denen das Ammonium ausfällt, die Orte sowie die Menge des zuzuführenden Wassers festgelegt. In der Regel werden die Eintrittspunkte für das Wasser am Eingang der Hochdruckluftkühlung sowie am Eingang der Rohrleitungen der letzten beiden Hochdruckwärmeübertrager angeordnet
Bei der jeweiligen Reaktionstemperatur und -druck verbinden sich das in den Rohstoffen enthaltene Stickstoff-, Wasserstoff-, Chlor- sowie Schwefelatom zu Ammoniumchlorid und Ammoniumsulfid, wodurch in den Leitungen des Systems Ammoniumsalzkristalle entstehen.
Verdünnte Salzkristalle, hauptsächlich Ammoniumchlorid- und Ammoniumsulfid-Salze